Peru: Kuczynski gewinnt Stichwahl mit 50,1 Prozent

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Von Euronews
Peru: Kuczynski gewinnt Stichwahl mit 50,1 Prozent

<p>Mit einem denkbar knappen Ergebnis ist der neoliberale Wirtschaftsexperte Pedro Pablo Kuczynski in Peru zum Nachfolger von Präsident Ollanta Humala gewählt worden. Der 77-Jährige gewann nach Angaben der Wahlbehörde mit 50,12 Prozent der Stimmen <a href="http://de.euronews.com/2016/06/06/knapper-ausgang-der-stichwahl-in-peru-kuczynski-fuehrt-vor-fujimori/">das Kopf-an-Kopf-Rennen</a> in der Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Keiko Fujimori, die auf 49,88 Prozent kam.</p> <p>Kuczinski sagte nach seinem Erfolg:</p> <p><em>“Dieses virtuelle Urteil nehmen wir in aller Bescheidenheit an. Vor Peru liegen große Aufgaben. Und wir wünschen uns ein vereintes Land, das besänftigt ist und bereit für Dialoge.”</em></p> <p>Die 41-jährige <a href="http://de.euronews.com/2016/06/04/fujimori-clan-wie-der-vater-so-die-tochter/">Tochter des inhaftierten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori</a> hatte die erste Wahlrunde am 10. April mit 40 Prozent der Stimmen gewonnen. Kuczynski erreichte damals 21 Prozent.</p> <p>Bei über 18 Millionen Wählern belief sich der Vorsprung Kuczynskis jetzt nach dem vorläufigen Endergebnis auf gerade einmal 41.000 Stimmen. Es ist das knappste Wahlergebnis in der Geschichte Perus.</p> <p>Kuczynski profitierte von der starken Abneigung breiter Bevölkerungsschichten gegen Keiko Fujimori, die als <a href="http://de.euronews.com/2016/06/05/stichwahl-um-praesidentenamt-in-peru-fujimori-favoritin/">politische Erbin ihres Vaters</a> angesehen wird. </p> <p>Alberto Fujimori ist wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während seiner Amtszeit (1990-2000) zu 25 Jahre Haftstrafe verurteilt worden. Außerdem wurde er wegen Korruption schuldig gesprochen.</p>