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Börsen "Brexit"-schreckhaft

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Börsen "Brexit"-schreckhaft

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Nach Umfragen haben die Befürworter eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) neuerdings die Nase vorn. In einer Online-Erhebung des Instituts ORB für die Zeitung “The Independent” kamen die Brexit-Befürworter auf 55 und die Gegner auf 45 Prozent. Aus Sorge vor massiven Verwerfungen an den Börsen bis nach Fernost decken sich Anleger seit Tagen mit als sicher geltenden Staatsanleihen ein oder flüchten ins Gold – Gold kletterte um knapp ein Prozent auf ein Vier-Wochen-Hoch von 1284,20 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt nur noch knapp über Null Prozent.

Dax und EuroStoxx50 sackten je um rund 1,4 Prozent auf ab, vor allem Banken verloren.

Auf den Verkaufszetteln der Anleger standen vor allem Bankenwerte, nachdem Deutschlands oberster Bankenaufseher Felix Hufeld vor den Folgen eines Brexit für die deutschen Geldhäuser gewarnt hatte. Die größten Institute bekämen die größten Probleme, weil sie die meisten Handelsaktivitäten in London hätten, sagte Hufeld. Deutsche Bank und Commerzbank verloren jeweils mehr als zwei Prozent. Bergab ging es auch für Finanzinstitute in anderen Ländern Europas: Unicredit, Generali, ING und Banco Santander verloren jeweils rund zwei Prozent. “Banken sind diejenigen, die am stärksten von einem Brexit betroffen wären”, sagte Analyst Zeg Choudhry vom Investmenthaus Lontrad. “Wer in den nächsten zwei Wochen nicht defensiv investiert, muss ziemlich verrückt sein.”

“Die Nervosität in Sachen Brexit nimmt mit jedem Tag weiter zu und hält die Finanzmärkte in Atem”, so Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets, Frankfurt. “Der Optimismus vom Frühjahr ist wie weggeblasen, den Börsen steht ein stürmischer Sommer bevor.”

Das Pfund Sterling steht seit Monaten unter Druck, je nach Ausgang des Referendums sind 7, 8 Dollarcent nach oben oder unten drin – im Moment werden 1,42 Dollar gezahlt.

Ifo-Chef Clemens Fuest rechnet in Deutschland mit
bis zu drei Prozent Wachstumseinbuße, wenn die Briten die EU verlassen.

su mit Reuters, dpa

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