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EURO 2016: (Fast) kein Alkohol soll Exzesse eindämmen

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EURO 2016: (Fast) kein Alkohol soll Exzesse eindämmen

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Die Präfekten des südfranzösischen Departements Haute-Garonne, Mailhos Pascal, und Rhône im Südosten, Michel Delpuech, haben in den Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen verboten, wenn ein Europameisterschaftsspiel am nächsten Tag ansteht und während des Spieltags selbst. Zudem können als Wurfgeschosse verwendbare Gegenstände auf Terrassen von Bars und Restaurants verboten werden. Wo? An “sensiblen Orten” in den zehn EM-Städten – in der Öffentlichkeit, in Geschäften, Tankstellen zum Beispiel sind Verkauf, Konsum und nicht-professioneller Transport untersagt – nach Medienberichten (Libération) offenbar aber nicht in Fan-Meilen. Sie werden beliefert vom einzigen Bierkonzern unter den UEFA-Sponsoren, dem dänischen Braukonzern Carlsberg. Michel Delpuech, Präfekt im Departement Rhône: Für die Fanmeile mitten in Lyon gelte nur die übliche Regel: Kein Alkoholverkauf an Betrunkene und Minderjährige.

Innenminister Bernard Cazeneuve hatte das Verhalten der Fans vor und nach dem Vorrundenspiel England-Russland (1:1) in Marseille “barbarisch” genannt und gemeint, es sei “absolut notwendig, dass die nationalen Verbände bestraft werden, deren Fans an Vorfälle dieser Art beteiligt sind”.

In Marseille hatte es am Sonntag den dritten Tag in Folge schwere Fan-Krawalle gegeben, ein englischer Fan schwebte weiter in Lebensgefahr.

Insgesamt wurden seit Freitag bis zum späten Sonntagabend 116 Menschen wegen Gewalt festgenommen, 63 sind in Haft, drei wurden ausgewiesen, fünf Fans dürfen nicht einreisen.

su mit AFP, dpa

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