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Tony Awards: Stars gedenken der Opfer von Orlando

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Tony Awards: Stars gedenken der Opfer von Orlando

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Es sollte eigentlich die Nacht der Krönung des 16 Mal nominierten Erfolgsmusicals des “Hamilton” werden. Doch auch die 70. Verleihung der Tony Awards, der wichtigsten amerikanischen Theater- und Musicalpreise in New York, wurde von dem Massaker in Orlando überschattet. Gleich zum Auftakt der Gala im Beacon Theatre am Broadway gedachte Gastgeber James Corden der Opfer des Anschlags mit mindestens 50 Toten. “Hass wird nie gewinnen”, sagte der britische Schauspieler und Moderator. Im Namen der gesamten Theater-Szene sprach er den Betroffenen Beileid und moralische Unterstützung aus.

Preisträger, Nominierte und Stars wie Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber reagierten mit großer Betroffenheit auf den Anschlag.

“Erst Paris, nun das. Wir leben in einer äußert besorgniserregenden Welt”, so Webber. “Das ist etwas, das wir, die Menschen, die in der Musik- und Theaterindustrie arbeiten, wirklich bekämpfen können, indem wir genau so weitermachen. Kunst verleiht eine große Kraft, mit der wir immer weiter kämpfen müssen.”

Auch nachdenkliche Töne über die Situation der Homosexuellen oder den Umgang mit Waffen in den USA wurden auf dem roten Teppich laut.

Glenn Close: “Ich bin einfach nur schockiert. Das ist etwas, für das man sich Zeit nehmen muss, um es zu verarbeiten, denn es geschieht einfach zu oft. Einer meiner Freunde, der schwul ist, hat mir gesagt: ‘Ich hätte nie gedacht, dass ich nun, wenn ich in einen Club gehe, nach den Notausgängen Ausschau halten muss’. So wollen wir nicht leben.”

Gabriel Byrne: “Es geht nicht nur um die Obszönität dessen, was in Orlando geschehen ist. Orlando ist ein Ort, an dem man ohne Waffenschein ein Sturmgewehr kaufen kann, aber an dem ein Schwuler nicht sein Blut spenden darf, um seinen Bruder zu retten. Das ist das wahrhaft Obszöne.”

Danny Burstein: “Ich kann einfach nicht glauben, dass es schon wieder passiert ist, und immer wieder geschehen wird. Ich denke, dass wir letztlich schärfere Waffengesetze einführen müssen. Und für die Leute stimmen sollten, die schärfere Waffengesetze im Wahlprogramm haben. “

Ebenfalls schockiert, Musikstar Gloria Estefan “Als ich aufwachte, dachte ich: ‘Oh mein Gott, was denn noch?’ Jeden Tag geschieht etwas Verrücktes. Das ist die Welt, die wir unseren Kindern übergeben. Alles, was wir tun können ist, die nächste Generation mit viel Liebe aufzuziehen, ihnen beizubringen, mehr zu lieben, als zu hassen. Wir müssen uns ganz generell von Gewalt distanzieren, vielleicht macht das einen Unterschied.”

“Hamilton”, das Hip-Hop-Musical über die Gründungsgeschichte der USA von Lin-Manuel Miranda erhielt insgesamt elf Auszeichnungen, darunter als bestes Musical, für das Libretto, die Musik, den Hauptdarsteller (Leslie Odom Jr.) und die Nebendarsteller Daveed Diggs und Renée Elise Goldsberry.

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