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"Nichts als Lügen": Demonstranten in Athen fordern Rücktritt der Regierung

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"Nichts als Lügen": Demonstranten in Athen fordern Rücktritt der Regierung

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In Athen haben erneut mehrere Tausend Griechen gegen neue Sparmaßnahmen protestiert. Sie forderten den Rücktritt der Regierung.

Das griechische Parlament hatte im Mai und Juni eine Reihe von Kürzungen beschlossen, darunter eine Rentenreform und Steuererhöhungen – beides Bedingungen für die Auszahlung von Hilfsgeldern der internationalen Gläubiger.

Auf dem Sytagma-Platz vor dem Parlament waren aus Lautsprechern Wahlversprechen von Ministerpräsident Alexis Tsipras zu hören, der damals versprochen hatte, Renten und Eigentumssteuern zu schützen.

Die Regierung warf der konservativen Opposition vor, die Proteste zu organisieren – allerdings unterstützten einige Oppositionelle die Aktion.

Die nächste Tranche von Hilfszahlungen in Höhe von 7.5 Milliarden Euro wird in der kommenden Woche erwartet.

Doch nach sechs Jahren Sparkurs glauben die meisten Griechen laut Umfragen nicht mehr daran, dass die Regierung das Land aus der Schuldenkrise führen kann.

“Die Menschen sind spontan hier zusammengekommen, alle sind enttäuscht von der angeblich linksgerichteten Regierung – die mittlerweile weiter rechts steht als der rechte Flügel”, erklärt eine Frau.

“Die Menschen reagieren auf die endlosen Lügen und den politischen Betrug durch diese Regierung. Sie sind an die Macht gekommen durch nichts als Lügen, Lügen, Lügen”, meint ein Mann.

“Ich habe Tsipras zwei Mal gewählt. Er hat keines seiner Versprechen eingehalten. Meine Rente wurde halbiert. Was soll ich denn jetzt machen?”, eine ältere Dame.

Aus Athen berichtet Stamatis Giannisis: “Nur neun Monate nachdem Syriza ein zweites Mal in Parlamentswahlen gewann, zeigen Umfragen eine rapide Abnahme der Beliebtheit der Regierungspartei und der radikalen Linken. Mit mehr Sparmaßnahmen in Sicht, könnte diese Protestwelle für die Zukunft von Alexis Tsipras und seine Regierungskoalition nur die Spitze des Eisbergs sein.”

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