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Prinzessin-von-Asturien-Preis für den Schriftsteller Richard Ford

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Prinzessin-von-Asturien-Preis für den Schriftsteller Richard Ford

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Der Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Kategorie Literatur geht in diesem Jahr an den Amerikaner Richard Ford. Das hat die Jury des Preises im nordspanischen Oviedo bekannt gegeben.

Der Präsident der Jury erklärte: “Die Liebe zum Detail in den Beschreibungen, der dunkle und dichte Blick auf das Leben von anonymen und unsichtbaren Wesen macht die Trostlosigkeit und die Spannung seiner Geschichten aus. All dies macht Ford zu einem zutiefst zeitgenössischen Erzähler und zu einem großen Chronisten des Mosaiks der verwobenen Geschichten, die die amerikanische Gesellschaft ausmachen.”

Der 72-Jährige wurde vor allem durch seine Romane über den Protagonisten Frank Bascombe bekannt wie zum Beispiel “Der Sportreporter”, “Unabhängiskeitstag” oder “Frank”. In seiner Jugend brach der Schriftsteller mehrere Studiengänge ohne Abschluss ab und bewarb sich erfolglos als Sportreporter. Obwohl er unter einer leichten Leseschwäche litt, interessierte sich Ford für Literatur. Mangels anderer Alternativen entschied er sich für eine Karriere als Schriftsteller. Er schrieb sich an der University of California in Irvine ein, wo er 1970 mit einem Master of Fine Arts abschloss.

Seit 1968 ist Richard Ford mit Kristina Hensley, einer Freundin aus Collegetagen, verheiratet. Das kinderlose Paar lebt in New Orleans, Lousiana.

1976 veröffentlichte Ford seinen ersten Roman “Ein Stück meines Herzens”. 1981 arbeitete er ein Jahr als Sportreporter, bekam aber nach der Einstellung des Magazins keine neue Stelle mehr. Er wandte sich wieder dem Schreiben zu. Mit dem 1986 veröffentlichten Roman “Der Sportreporter” gelang ihm der Durchbruch.

Sein 1996 erschienener Roman “Unabhängigkeitstag” gewann in einem Jahr zwei der bedeutendsten amerikanischen Literaturpreise, den Pulitzerpreis und den PEN/Faulkner Award. Es ist das einzige Buch bisher, dem das gelungen ist.

Laut eigenen Aussagen braucht Richard Ford ein “ruhiges Leben”, wenn er schreibt. Seine Frau, der all seine Bücher gewidmet sind, ist seine erste Leserin. Er schreibt alle seine Bücher per Hand, bevor er sie abtippt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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