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"Brexit": Chef der Bank of England will sich nicht zum Schweigen bringen lassen

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"Brexit": Chef der Bank of England will sich nicht zum Schweigen bringen lassen

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Die Bank of England (BoE) hat vor dem schicksalshaften Referendum über die EU-Mitgliedschaft den Leitzins nicht angetastet. Der Schlüsselzins verharrte auf dem Rekordtief von 0,50 Prozent.

Ökonomen und Börsianer waren fest davon ausgegangen, dass die BoE in diesem heiklen Umfeld nichts tun würde, was die Nervosität an den Finanzmärkten noch steigert. In genau sieben Tagen stimmen die Briten über den “Brexit” ab.

Auch bei den Notenbankern liegen wenige Tage vor der EU-Volksabstimmung die Nerven blank – sie sprechen Klartext und warnen mit drastischen Worten vor einem Ausstieg. Die Unsicherheit könne in dem Fall sogar die globalen Märkte anstecken. Schon das EU-Referendum schade der britischen Wirtschaft und das Pfund würde im Fall eines “Brexit” abstürzen.

“Ihr Brief zeigt ein grundlegendes Missverständnis der Unabhängigkeit der Zentralbank”, pfefferte "Bank-of-England-Chef Mark Carney" auf ein kritisches Schreiben des “Ausstiegs”-Befürworters Bernard Jenkin im britischen Parlament zurück, der ihm vorgeworfen hatte, seine Neutralitätspflicht zu verletzen.

“Die Bank ist verpflichtet, Parlament und Öffentlichkeit über ihre durch Daten belegten Einschätzungen auf dem Laufenden zu halten.”

“Er hat sehr aggressiv reagiert”, klagte Briefschreiber Jenkin.

su mit Reuters

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