"Brexit" entschärft "Grexit" - neue Milliarden für Griechenland

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Von Euronews
"Brexit" entschärft "Grexit" - neue Milliarden für Griechenland

<p>Ein Vorteil der “Brexit”-Debatte: Niemand spricht mehr vom “Grexit”. Ganz ohne Getöse bekommt Griechenland nächste Woche<br /> wieder frisches Geld – 7,5 Milliarden Euro. Auch die Signale vom Internationalen Währungsfonds sind positiv. </p> <p>Der <span class="caps">IWF</span> soll beim Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro mitziehen. Der Fonds sei noch nicht so weit, dass er sich an der Finanzierung<br /> beteiligen könne, sagte ein Sprecher in Washington: «Aber ich hoffe,<br /> dass wir am Ende des Jahres soweit sind.» Er fügte hinzu:<br /> «Schuldenerleichterungen sind jetzt formell auf der Agenda.» Die<br /> Eurogruppe und der IWF hatten sich im Mai auf einen konkreten<br /> Zeitplan dafür geeinigt.</p> <p>Das Aufsichtsgremium des Euro-Rettungsschirms <span class="caps">ESM</span> habe den Weg für die Auszahlung freigemacht, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici in<br /> Luxemburg. </p> <blockquote class="twitter-tweet" data-lang="fr"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/Griechenland?src=hash">#Griechenland</a> – <a href="https://twitter.com/iw_koeln"><code>iw_koeln</a>-Schuldentragfähigkeitsanalyse: Kein Schuldenschnitt nötig. ESM soll IMF-Kredite übernehmen <a href="https://t.co/xKIHY7Hmyp">pic.twitter.com/xKIHY7Hmyp</a></p>&mdash; Peter Brandner (</code>peter_brandner) <a href="https://twitter.com/peter_brandner/status/735126193419255808">24 mai 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> Pierre Moscovici: <p>“Sehr große Fortschritte sind erzielt worden. Und deshalb bin ich so glücklich, dass wir vor ein paar Minuten im Gouverneursrat des <span class="caps">ESM</span> die Auszahlung von 7,5 Milliarden Euro an Griechenland beschließen konnten. Und ich meine, das wird Sauerstoff in die griechische Wirtschaft bringen. Das ist, was wir erwarten, dass das, was wir wollen.”</p> <blockquote class="twitter-tweet" data-lang="fr"><p lang="en" dir="ltr">Greece debt relief: Eurozone reaches deal on 10.3 billion euro bailout plan <a href="https://t.co/lSzfPwvJX5">https://t.co/lSzfPwvJX5</a> <a href="https://t.co/UBPVShod90">pic.twitter.com/UBPVShod90</a></p>— Tubeline News (@aenewsline) <a href="https://twitter.com/aenewsline/status/735436295967641601">25 mai 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>Die Eurogruppe – hier koordinieren die Staaten der Eurozone ihre Steuer- und Wirtschaftspolitik – hatte sich Ende Mai grundsätzlich darauf verständigt, insgesamt 10,3 Milliarden Euro Hilfsgelder freizugeben, weil Athen die nötigen Reformen lieferte. In den vergangenen Wochen hatte Athen noch ausstehende Bedingungen erfüllt.</p> <p>Der Rest des Geldes soll im Herbst ausgezahlt werden. </p> <p>Finanzminister Euklid Tsakalotos bilanzierte, das sei ein schwieriges Jahr gewesen, insbesondere für die Griechen. «Es ist noch ein langer Weg<br /> zurückzulegen», warnte er. </p> <p>Griechenland hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber und war 2015 akut vom einem Ausschluss aus der Eurozone bedroht. </p> <p><span class="caps">SORGEN</span> <span class="caps">VOR</span> <span class="caps">BRITISCHEM</span> EU-<span class="caps">REFERENDUM</span> </p> <p>Das anstehende britische EU-Referendum dämpfte die Freude unter den in Luxemburg versammelten Euro-Finanzministern merklich. «Wir sind natürlich beunruhigt», sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Es würden «mögliche Szenarien» überlegt. Einen Plan B für einen Politikwechsel gebe es aber nicht. </p> <p>Drastisch drückte sich der scheidende finnische Ressortchef Alexander<br /> Stubb aus. «Ich meine, das wäre der Lehman-Brothers-Augenblick<br /> Europas», sagte er mit Blick auf einen “Brexit”. Der Kollaps der<br /> Lehman-Bank in den USA hatte 2008 die internationale Finanz- und<br /> Wirtschaftskrise ausgelöst.</p> <p>su mit dpa</p>