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Neue Feuerpause für Aleppo offenbar brüchig

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Neue Feuerpause für Aleppo offenbar brüchig

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In der nordsyrischen Großstadt Aleppo ist eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. Sie soll nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums für 48 Stunden gelten.

Laut Nachrichtenagentur AP meldeten syrische Oppositionskräfte dennoch vereinzelte Granatenangriffe.

Waffenruhen für Aleppo waren bereits mehrfach vereinbart und nicht eingehalten worden.

Jan Egeland, Berater des UN-Sondergesandten für Syrien erklärte: “Ich hoffe und bete, dass der Waffenstillstand verlängert wird und dass die Einwohner von Aleppo die Unterbrechung bekommen, die sie brauchen und wir ihnen helfen können. Wir gehen heute nach Afreen, dort leben 50.000 Menschen in einer Region nördlich von Aleppo, die seit sehr langer Zeit keine Hilfslieferungen erreicht hat.”

Nach Informationen von Ärzte ohne Grenzen forderten die Luftangriffe auf das heftig umkämpfte Aleppo zahlreiche zivile Opfer. “Der Krieg ist von einer enormen Brutalität gekennzeichnet”, erklärte Muskilda Zancada, Landeskoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen für Syrien.

Am Mittwoch hatte die Regierung in Damaskus erklärt, dass im Norden des Landes deutsche und französische Spezialkräfte heimlich operierten. Die deutsche Regierung wies die Anschuldigungen zurück.

Die Verhandlungen zu einer politischen Lösung für den syrischen Bürgerkrieg sind bisher vor allem an den unterschiedlichen Vorstellungen zur Rolle von Baschar al-Assad gescheitert. Die Opposition fordert eine Zukunft ohne den Präsidenten.

In dem Konflikt sind bisher mehr als 280.000 Menschen ums Leben gekommen.

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