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Mord an Jo Cox: Täter soll Kontakt zu US-Neonazis gehabt haben

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Mord an Jo Cox: Täter soll Kontakt zu US-Neonazis gehabt haben

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Großbritannien steht nach der Ermordung der Abgeordneten Jo Cox noch immer unter Schock. Landesweit gedachten die Menschen der Politikerin. Die Polizei äußerte sich bislang nicht über die Motive des Attentäters.Presseberichten zufolge soll er Verbindung zu US-Neonazis gehabt haben. Ein Bruder des Angreifers erklärte dagegen, er sei psychisch krank gewesen, habe sich aber in Behandlung befunden.

Eine Passantin meint:“Diese Menschen, die zum Fanatismus anstacheln, zum Rassismus, zu Hass und Intoleranz sollten sich schämen. Sie sollten sich schämen, denn so sind wir nicht. Jo stand für das, was wir sind und, deshalb bin ich hier.” Hunderte Menschen nahmen an einem Gedenkgottesdienst in der nordenglischen Stadt Birstall teil, wo sich die Tat ereignete.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel rief vor dem Hintergrund der Tat zu mehr Respekt in der politischen Auseinandersetzung auf. Sonst werde die Radikalisierung nicht aufzuhalten sein. Die britische Labour-Abgeordnete Rachel Reeves erklärte: “Wir sind nicht dazu da, unsere eigenen Interessen zu verfolgen. Wir sind dazu da, die Interessen der Menschen zu vertreten, die uns ins Parlament gewählt haben. Ein Abgeordneter kann seinen Job nicht machen, wenn er sich in seinem Büro in Westminster einschließt.”

Jo Cox war für den Verbleib Großbritanniens in der EU eingetreten. Wenige Tage vor der Volksabstimmung über ein Ausscheiden des Landes aus der EU, stellt sich die Frage, ob die Bluttat im Zusammenhang mit dem aufgeheizten Wahlkampf stehen könnte. Die 41-jährige Labour-Abgeordnete war am Donnerstag auf offener Straße niedergestochen und niedergeschossen worden. Sie starb später im Krankenhaus.

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