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Ramadan: kulturelles Kennenlernen in Dubai

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Ramadan: kulturelles Kennenlernen in Dubai

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Kein Essen, kein Trinken, selbst im modernen Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Tradition des Fastenmonats Ramadan noch aufrecht. Erst nach Sonnenuntergang folgt das Fastenbrechen. Viele Familien feiern das jede Nacht mit einem großen Festmahl.

Ramadan ist auch eine Zeit der Gastfreundlichkeit im Islam. Im Scheich Mohamed Kulturzentrum in Dubai sind Ausländer dieses Jahr eingeladen, am Fastenbrechen teilzunehmen.

“In den Emiraten leben Millionen Ausländer”, sagt der Leiter des Kulturzentrums Abdullah bin Eisa Al Serkal. “Das ist ziemlich einmalig, ziemlich weltoffen. Diese Menschen müssen etwas über die Kultur in den Emiraten wissen. Wir Emiratis sind eine Minderheit in unserem eigenen Land.”

Hier, sagen die Emiratis, gehe es nicht darum, die Menschen zum Islam zu bekehren, sondern die Toleranz und den Gemeinschaftssinn zu fördern.

Frieden, Liebe und Harmonie

“Sie sind sehr zugänglich”, sagt eine Spanierin. “Sie mischen sich unter die Menschen, man kann ihnen Fragen stellen. Das ist interessant, denn im Alltag hat man wenig Gelegenheit, sich mit ihnen zu unterhalten.” Viel Lob auch von einer irischen Besucherin: “Es geht um Integration in die Gemeinschaft. Wir leben hier in Dubai. Es geht darum, in Harmonie zu leben, in Frieden, Liebe und Harmonie.”

An diesem Tag sind vor allem Gäste aus dem Westen zu sehen. Die Millionen Gastarbeiter aus Südasien, deren Arbeitsbedingungen immer wieder in der Kritik stehen, scheinen nicht die Zielgruppe für dieses interkulturelle Fastenbrechen zu sein, zumal die offenherzige Gastfreundschaft mit rund 30 Euro pro Person auch ihren Preis hat.

Weitere Informationen

Webseite des Kulturzentrums mit Online-Buchungsmöglichkeit

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