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Opfer für eine bessere Zukunft? Humanitäre Lage im Irak verschärft sich

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Opfer für eine bessere Zukunft? Humanitäre Lage im Irak verschärft sich

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Die humanitäre Lage im Irak hat sich nach Einschätzung von Hilfsorganisationen wieder verschlechtert. Die Bevölkerung leidet unter den Folgen der jahrelangen Instabilität, der anhaltende Wirtschaftskrise und dem Verfall der Infrastruktur.

Die inzwischen über drei Millionen Vertriebenen und Binnenflüchtlinge überfordern die Mittel der einheimischen Bevölkerung und der Hilfsorganisationen.

Doch den neuen Offensiven der Regierung begegnen viele Iraker mit Skepsis: “Sie haben wenig Hoffnung, dass ihr Leid ein Ende haben wird, wenn ISIL vertrieben ist. Einfach, weil die Anwesenheit bewaffneter Gruppen, die derzeitige politische Fragmentierung im Irak und die Schwierigkeiten beim politischen Prozess sehr wahrscheinlich weitere Konflikte und weitere Vertriebene produzieren wird”, so Fabio Forgione, der Chef einer Klinik von Ärzte ohne Grenzen westliche von Bagdad.

Hammed Khalaf Ahmed ist Landwirt und Vater von zehn Kindern. Er stammt aus Ramadi, das von Bagdad aus noch hinter Falludscha liegt. Als die IS-Miliz kam, beschloss er mit einem Teil seiner Familie zu fliehen. Seine verheiratete Tochter blieb jedoch zurück.

“Luftangriffe haben das Haus meiner Tochter zerstört. Die ganze Familie starb, nur meine Tochter überlebte. Acht Menschen wurden unter Trümmern begraben”, so Hammed.

Nach eine Odyssee hat die Familie inzwischen westlich von Bagdad Unterschlupf gefunden und lebt dort von Spenden der Nachbarn und Hilfsorganisationen.

“Ich habe alle Hoffnung verloren”, so Hammeds Tochter. “Seit mein kleines Mädchen und mein Ehemann tot sind, habe ich nichts mehr.”

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