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Verdächtiger wegen Mordes an britischer Abgeordneter Jo Cox angeklagt

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Verdächtiger wegen Mordes an britischer Abgeordneter Jo Cox angeklagt

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Nach der Ermordung der britischen Labour-Abgeordneten Jo Cox haben die Behörden den Hauptverdächtigen offiziell angeklagt. Die Polizei konzentriert sich bei ihren Ermittlungen nun auf die Krankengeschichte und mögliche Verbindungen des mutmaßlichen Attentäters Thomas Mair zu rechtsextremen Kreisen.

Auch US-Medien hatten zuletzt von solchen Kontakten berichtet. Der 52-Jährige soll Ende der 1990er Jahre bei einer US-Neonazigruppe einschlägiges Material bestellt haben, darunter eine Bauanleitung für eine Waffe.

Die Polizei geht von einer isolierten, aber gezielten Tat aus. “Wir kennen die Spekulationen in den Medien über den psychischen Gesundheitszustand des Verdächtigen, und wir ermitteln in dieser Richtung”, so die Interimschefin der Polizei Yorkshire, Dee Collins. “Auch über rechtsextreme Verbindungen gibt es Mutmaßungen in den Medien, und auch in diese Richtung ermitteln wir bei der Suche nach dem Motiv für den Angriff auf Jo.”

Britische Medien zitieren einen der Brüder des Verhafteten, wonach der mutmaßliche Täter mit psychischen Erkrankungen kämpfte und in Behandlung war. Er stammt aus dem Heimatwahlkreis der 41-jährigen Jo Cox und soll dort am Donnerstag mehrfach auf die geschossen und eingestochen haben.

Der Tod der Politikern schockiert die britische Gesellschaft. Viele Kommentatoren stellen einen Zusammenhang zwischen der aufgeheizten Stimmung vor dem Brexit-Referendum und der Bluttat her. Cox gehörte zum Lager der EU-Anhänger. Beide Seiten setzten ihre Kampagnen nach der Tat bis einschließlich Samstag aus.

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