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Brexit: Politiker versprechen weniger aggressive Kampagne

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Brexit: Politiker versprechen weniger aggressive Kampagne

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Nach drei Tagen Pause wegen des Mordes an einer Parlamentarierin sind in Großbritannien die Kampagnen zum EU-Referendum am kommenden Donnerstag wieder angelaufen. Beide Seiten nahmen sich vor, dem zum Teil schrillen Tonfall des Wahlkampfes etwas von seiner Schärfe zu nehmen und mehr auf Fakten und Argumente zu setzen.

Beide Seiten konzentrierten sich am Sonntag wieder auf die zwei Hauptthemen, die die Kampagnen schon zuvor dominierten. Premier David Cameron, der das Lager der Befürworter eines Verbleibs anführt, wiederholte, ein Austritt aus der EU sei unumkehrbar und warnte die Wähler vor den wirtschaftlichen Folgen für das Land.

Die Kampagne für den Austritt, angeführt von Londons Exbürgermeister Boris Johnson, versuchte sich von einem einwanderungskritischen aber sehr umstrittenen Wahlplakat zu distanzieren, dass offenbar der UKIP-Vorsitzende Nigel Farage initiiert hatte.

Nach dem wahrscheinlich politisch motivierten Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox, die sich für einen Verbleib in der EU einsetzte, hatten beide Lager ihre Kampagnen unterbrochen.

Ob und welche Auswirkungen das Verbrechen auf die Stimmung hatte, ist unklar. Die einzige Umfrage, die nur die Zeit nach dem Mord erfasst, sieht das Lager für den Verbleib wieder in Führung. Doch die EU-Freunde hatten schon zuvor Aufwind bekommen.

Insgesamt prophezeien die Umfragen einen sehr knappen Ausgang. Doch Umfrageergebnisse wichen in Großbritannien schon häufiger von den Wahlergebnisse ab. Laut den Quoten in Wettbüros, die auch schon den Ausgang des schottischen Referendums korrekter vorhersagten, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Verbleib in der EU derzeit 69 Prozent.

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