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Messe für Jo Cox: "Anwältin der Armen und Unterdrückten"

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Messe für Jo Cox: "Anwältin der Armen und Unterdrückten"

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Bei einer Messe im nordenglischen Birstall haben die Menschen der getöteten Politikerin Jo Cox gedacht. Die Messe fand im Wahlkreis der 41-jährigen Parlamentarierin statt, in dem Ort, in dem sie vor drei Tagen erschossen und erstochen worden war.

“Jo war ein Mensch, der sich ganz besonders für andere Menschen engagiert hat”, sagte der Prediger der St Peter’s Church, Paul Knight. Sie sei eine begeisterte Anwältin der Armen und Unterdrückten gewesen.

Bereits am Samstag war Cox’ Familie in Birstall zusammengekommen. An einem improvisierten Gedenkort vor einem Denkmal hielt ihre Schwester eine berührende Rede. Ohne Anschuldigungen und Hass forderte sie die Briten auf, zusammen zu stehen und die Gesellschaft nicht zu spalten.

Brexit-Stimmung schwankt

Die Sympathien für die Verstorbene sind groß, nicht nur unter ihren Anhängern. Im 300 Kilometer entfernten London legen die Menschen seit Tagen Blumen vor dem Westminster Palast nieder, dort, wo Cox ihren Platz als Parlamentarierin im britischen Unterhaus hatte. Einige Beobachter vermuten sogar, dass der Mord an der europafreundlichen Politikerin die EU-feindliche Stimmung im Land drehen könnte.

Umfragen aus den vergangenen Tagen deuten auf einen leichten Vorsprung der Gegner eines EU-Austritts hin. Andere Beobachter vermuten hinter diesem Wandel die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Austritts für Großbritannien. Welchen Anteil Jo Cox wirklich daran hat, wenn die Briten am 23. Juni für einen Verbleib in der Europäischen Union stimmen sollten, wird wohl im britischen Nebel der Geschichte verschwimmen.

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