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"Floating Piers": Christos Hommage an Jeanne-Claude

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"Floating Piers": Christos Hommage an Jeanne-Claude

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Reichstagsverhüller Christo hat sich, seiner verstorbenen Frau Jeanne-Claude und der Menschheit einen lang gehegten Wunsch erfüllt: trockenen Fußes übers Wasser zu gehen. “Floating Piers” heißt die neue, aufregende Großinstallation auf dem norditalienischen Iseo-See. Schillernde, schwimmernde Stege verbinden den Ort Sulzano mit den Inseln Monte Isola und San Paolo.

Christo: “Bei unserem Projekt geht es um Freude und Schönheit. Es ist absolut und total unnötig. Niemand braucht das. Nur ich, Jeanne-Claude und ein paar Freunde. Das ist eine völlig irrationale und unerklärliche Freiheit, die wir uns nehmen. Das ist keine Propaganda und soll keinerlei Botschaft vermitteln. Es ist ein Gefühl, das man erleben und spüren, kann, das alle Sinne anregt.”

Christo und sein Team hatten in den vergangenen Monaten 220 000 Schwimmwürfel aus Kunststoff zusammengeschraubt und dann mit dem dahliengelb-leuchtenden Polyamidgewebe überzogen, das je nach Lichteinfall die Farbe wechselt.

Christo: “Die 14 oder 16 Tage währende Installation ist nicht das Kunstwerk, sondern all die Vorbereitung, die es überhaupt möglich gemacht hat, der Schaffenzprozess, der sich über viele Monate oder Jahre hinzieht, Erwartungen schürt, Gegner und Befürworter auf den Plan ruft und schließlich eine Tages Wirklichkeit wird.”

Die Idee zu schwimmenden Stegen hatten Christo und seine Frau bereits 1970 entwickelt, aber erst jetzt gelang es, den ehrgeizigen Plan zu realisieren. Es ist das erste Großprojekt seit dem Tod Jeanne-Claudes 2009. 

15 Millionen Euro kostete das Projekt insgesamt und ist für jedermann rund um die Uhr gratis zugänglich.
Der Zuspruch ist enorm. Bis zum 3. Juli werden bis zu eine Million Menschen in der malerischen Region in der Lombardei erwartet.

Walking on water: Bulgarian artist Christo realises his dream

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