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Mexiko: Eskalierende Lehrerproteste fordern sechs Todesopfer

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Mexiko: Eskalierende Lehrerproteste fordern sechs Todesopfer

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Im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca sind bei der Eskalation von Lehrerprotesten mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei der Räumung einer blockierten Autobahn durch mehrere hundert Polizisten in Noxichtlán kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen.

Das Sicherheitsministerium machte dafür militante Demonstranten verantwortlich, die sich unter die protestierenden Lehrer gemischt hätten. Die bewaffneten Täter hätten Schüsse auf die Sicherheitskräfte abgegeben und Molotow-Cocktails geworfen. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden, darunter 55 Polizisten.

Die Lehrergewerkschaft CNTE beschuldigte dagegen Polizisten, scharf geschossen zu haben.

Rettungskräfte bestätigten zunächst drei Todesopfer. Es habe sich um zwei 23 beziehungsweise 26 Jahre alte Männer und einen Minderjährigen gehandelt. Laut der Bundespolizei wurden mindestens zwei Lehrer getötet.

Dutzende Fahrzeuge brannten aus. Die Polizei nahm 21 Menschen fest.

Im touristisch geprägten Staat Oaxaca hatten sich die Proteste gegen die Bildungsreform von 2013 in den vergangenen Monaten zugespitzt. Die “Sektion 22” aus Oaxaca gilt als der radikalste Flügel der Lehrergwerkschaft CNTE.

Ihre Mitglieder liefern sich immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei, stecken Autos und Gebäude in Brand. Zuletzt waren zwei leitende Funktionäre der Gruppe festgenommen worden. Auch gegen ihre Inhaftierungen richteten sich die Proteste von Noxichtlán.

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