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Börsen: "Eingepreist ist im Moment, dass Großbritannien in der Europäischen Union bleibt...."

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Börsen: "Eingepreist ist im Moment, dass Großbritannien in der Europäischen Union bleibt...."

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Am Tag des Referendums über die Zukunft Großbritanniens in der EU blieben die “Remain”-Anhänger in der Überzahl, die auf einen Verbleib des Landes in der Staatengemeinschaft setzten.

Dax und EuroStoxx50 legten 2,07 und 2,24 Prozent zu. Der Londoner Auswahlindex FTSE gewann 1,45 Prozent.

Insgesamt blieben die Umsätze allerdings dünn, in Europa am Vormittag rund ein Drittel niedriger als üblich. An der Londoner Börse wurden in den ersten Stunden sogar weniger als halb so viel Papiere gehandelt als sonst.

Michael Ingram, Marktstratege, BCG-Partner, London:

“Das sieht ja wieder mal sehr positiv aus. Die Märkte hatten einen sehr, sehr guten Lauf in der vergangenen Woche oder so, wir haben die beste Woche für das Pfund in sechs Jahren gesehen. Die Finanzmärkte scheinen eine sehr, sehr große Wette einzugehen, dass die Buchmacher richtig liegen, dass es eine minimale Chance für einen Brexit gibt und strafen Umfragen Lügen, die sagen, dass es auf jeden Fall knapp wird.”

Cool bleiben während der Abstimmung, raten Analysten der Essener National-Bank. “Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses werden die Marktakteure die neuesten Umfragen genau beobachten, um daraus einen Trend abzuleiten.”

Oliver Roth, Analyst, Oddo Seydler Bank AG:

“Wir sind in einer sehr stabilen Stimmung hier an der Börse Frankfurt. Wir warten auf die Ergebnisse des Referendums über den Brexit. Eingepreist ist im Moment, dass Großbritannien in der Europäischen Union bleibt. Alles andere würde uns morgen früh viel Ärger machen.”

Inzwischen üben die Austritts-Fans den Rückzug – er heißt “Brexit light “. „Ich meine, im Falle einer sehr kleinen Mehrheit für den EU-Ausstieg wäre das in keiner Weise ein Mandat für eine komplette politische Trennung,” so der britische EU-Abgeordnete David Hannan, ein prominenter Brexit-Befürworter.

“Wir müssten akzeptieren, dass die Hälfte des Landes für den Status Quo gestimmt hat.“

su mit Reuters

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