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Breslau-Berlin: Nur beamen ist besser

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Breslau-Berlin: Nur beamen ist besser

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Wroclaw in Polen und Berlin in Deutschland – 2 getrennte Städte real verbinden – genau das geschieht in diesen hellblauen Kuppelzelten, im sogenannten “Luneta”:
http://www.breslau.berlin/programm/luneta-2016/ Projekt. Eine begehbare, multimediale Installation, die aus einem jeweils 6 Meter hohen Raum besteht.
Durch Echtzeit – Videoprojektionen ist man hier von der Realität der jeweils anderen Stadt umgeben. Man kann die Menschen dort sehen und mit ihnen kommunizieren. So als wäre man dort hin “gebeamt” worden.

Chris Baldwin, der Kurator des Projekts erklärt:“Luneta ist tatsächlich ein Fenster, ein Fenster zwischen 2 Städten, die getrennt sind. Getrennt in verschiedener Hinsicht: Sie sind offensichtlich getrennt, weil beide Städte in verschiedenen Ländern liegen. Sie sind durch ihre Sprache getrennt und durch ihre Geographie. Aber sie sind auch durch Vorstellung und Erinnerung getrennt, vor allem, weil Wroclaw bis 1945 Breslau hieß und offenkundig eine deutsche Stadt war.”

Um die Echtzeitübertragung durchgehend zu ermöglichen, werden besonders leistungsfähige Prozessoren und Hochleistungsgraphikkarten zur Virtualisierung verwendet. Eine Internetbasierte Streamingtechnologie ermöglicht es, dass man in Realtime vom Raum in Berlin in den Raum in Breslau blickt. Jacek Bednarek ist der verantwortliche Techniker, er erklärt:“Die technische Neuheit ist, das wir über 60 Monitore verfügen, die mit 60 Computern verbunden sind. Und durch die Verwendung eines Netzwerks haben wir dann einen Live Stream zur anderen Stadt. Im Luneta Projekt können wir 2 Städte in Real-Time verbinden.”

Das Ganze funktioniert ohne einen Zeitverlust, wie sonst bei herkömmlichen Medientechnologien der Fall. So können die Menschen, die sich in den beiden Räumen weit voneinander entfernt aufhalten, trotzdem “unmittelbar” miteinander interagieren, reden, kommunizieren. Die Luneta Installation ist noch bis zum 3.Juli geöffnet.

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