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Schwarzer Freitag nach "Brexit"-Votum - "das könnte einen Lehman-Moment geben"

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Schwarzer Freitag nach "Brexit"-Votum - "das könnte einen Lehman-Moment geben"

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An den Börsen sind nach der “Brexit”-Entscheidung weltweit die Kurse eingebrochen. Der Crash soll weltweit 4,5 Billionen Euro an Börsenwert vernichtet haben, etwa das Doppelte der britischen Wirtschaftsleistung und 17 Prozent der Wirtschaftsleistung der G7-Staaten im vergangenen Jahr, schätzt der Aktienstratege Christian Kahler von der DZ Bank, Frankfurt.

Twitter-Apokalypse aus der Nacht nach dem britischen Votum:

Nach dem Kursbeben wich zwar der erste Schock – am Abend war der Eurostoxx50 aber um 8,5 Prozent eingebrochen, der
deutschen Leitindex Dax um 6,82 Prozent und der FTSE in London um 2,76 Prozent.

Noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, fürchten viele.

Ronen Palan, Professor für Internationale Politik, City University, London:

“Für mich sind die kritischen Tage Dienstag und Mittwoch der kommenden Woche. Am Freitag gehen die Märkte ins Wochenende. Wenn jetzt am Montag die Märkte weiter purzeln -und die Börsen am Dienstag und Mittwoch weitermachen, dann könnte das einen Lehmann-Moment geben.”

Die Pleite der US-Bank Lehman Brothers im September 2008 gilt als Brandbeschleuniger der Finanzkrise.

Die Börsen in Mailand, Madrid und Athen verloren zweistellig – für die Italiener und Spanier der übelste Handelstag in ihrer Börsengeschichte. Querbeet erwischte es vor allem Banken und Versicherungen, ihre Aktien verloren zum Teil mehr als 20 Prozent.

Die britische Währung fiel am Morgen auf den niedrigsten Wert seit 1985: Zwischenzeitlich kostete das Pfund weniger als 1,33 Dollar, am Abend auch nur 3 US-Cent mehr.

su mit Reuters, dpa

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