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Der Morgen nach dem Brexit-Referendum: Europäer erwachen in einem neuen Europa

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Der Morgen nach dem Brexit-Referendum: Europäer erwachen in einem neuen Europa

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Auch auf dem Kontinent bot sich am Tag nach dem Brexit-Referendum eine große Bandbreite an Emotionen. Was nun kommen könnte und kommen sollte, darüber spekulierten und diskutierten europäische Medien am Freitag ausgiebig. Klar ist: Europa steht mit dem Brexit vor einer neuen Herausforderung. Ob darin die Zutaten für eine Krise oder eine Chance liegen, ist derzeit eine Frage der Zielvorstellung.

Für Dante Palladino, einen Einwohner von Rom, der Hauptstadt des EU-Gründungsmitglieds Italien, kam die britische Entscheidung völlig unerwartet: “Ich muss sagen, ich war schockiert”, sagte Palladino beim Frühstücks-Espresso auf einem Piazza der Stadt. “Es ist ein trauriger, ein wirklich schlechter Tag für mich. Mein erster Gedanke galt meiner Tochter, weil ich dachte, dass wir auf eine bessere Welt zusteuern.”

Im französischen Calais am Kanal gegenüber der britischen Insel gab man sich weniger überrascht. Britischen Touristen seien dort in den vergangenen Jahren ohnehin rar geworden, hieß es: “Man wird jetzt einen Ausweis mitführen müssen, aber so war es eh schon immer”, so eine Passantin. “Was das Geld betrifft, wird sich ja auch nicht viel ändern. Ich glaube nicht, dass viel passieren wird.”

In Griechenland, dass selbst kurz vor einem allerdings unfreiwilligen Grexit stand, waren die Befragten gespalten: “Das ist das beste, was sie je getan haben und ich hoffe, dass Griechenland auch austritt”, so eine Pensionärin am frühen Morgen in Athen.

In Österreichs Hauptstadt Wien zeigten sich die meisten Befragten besorgt über die Konsequenzen eines Brexits: “Ich hätte es bevorzugt, wenn sie drin bleiben. Aber ich hoffe, es wird keine negativen Folgen für die Briten und für uns haben”, sagte eine Rentnerin. Ein weiterer Passant sagte: “Sehr unerwartet. Wir müssen jetzt lernen, damit umzugehen, und hoffentlich ist es nicht der Anfang vom Ende der EU.”

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