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Kurz vor Olympia: Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro verliert Lizenz

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Kurz vor Olympia: Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro verliert Lizenz

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Es war ein neuer Schock für die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Nur sechs Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Brasilien hat die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA mitgeteilt, dass das Labor in Rio nicht internationalen Standards entspräche. Die Agentur hat deswegen dem Labor die Lizenz entzogen.

In einer ersten Reaktion bemühte sich Rio2016-Sprecher Mario Andrada den Vorfall herunterzuspielen – allerdings nicht wirklich erfolgreich. Das sei keine so schlimme Sache, sagte er, man arbeite mit einer lokalen Fluglinie zusammen, die Blutproben könnten in die USA oder nach Europa ausgeflogen werden. Allerdings, so fuhr er fort, sei es natürlich problematisch, dass das Labor so kurz vor den Spielen suspendiert werde.

Die Suspendierung ist bereits seit Mittwoch wirksam. Sie gilt für maximal sechs Monate. In dem Labor hätten bei den Sommerspielen rund 5000 Dopingproben analysiert werden sollen. Die WADA hat dem Labor noch eine Hintertür offen gelassen. Das Exekutivkomitee der WADA oder ihr Vorsitzender könnten die Sperre wieder aufheben, sollte ein Disziplinarkomitee im Juli entscheidende Verbesserungen feststellen.

In der Vergangenheit war es in Rio zu falschen Testergebnissen gekommen. Nach dem Verdacht einer massiven Manipulationen mit Doping-Proben russischer Athleten bei den Winterspielen 2014 in Sotschi steht die Arbeit der Doping-Kontrolleure in Rio noch stärker im Fokus.

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