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Nach Kampfjet-Abschuss: Erdogan schickt Beileidsbrief nach Moskau

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Nach Kampfjet-Abschuss: Erdogan schickt Beileidsbrief nach Moskau

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Sieben Monate nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets hat sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei den Hinterbliebenen des Piloten entschuldigt.

In dem von russischen Staatsmedien veröffentlichten Brief aus Ankara erklärt Erdogan, dass er den Schmerz der Angehörigen teile, ihnen sein Beileid ausdrücke und um Verzeihung bitte.

Beileidsbekundung oder Entschuldigung?
Türkischen Quellen zufolge könnte sich dabei ein Übersetzungsfehler eingeschlichen haben. Demnach habe Erdogan auf türkisch gesagt, es ‘täte ihm leid’, was als schwächer empfunden wird als um ‘Vergebung zu bitten’.

Ein Sprecher des türkischen Präsidenten bestätigte das Schreiben aus Moskau und teilte zudem mit, dass die Türkei und Russland sich darauf geeinigt hätten, ohne Verzögerung die nötigen Schritte einzuleiten, um die Beziehungen beider Länder zu verbessern.

Erdogan habe die russische Regierung zu Zusammenarbeit zur Bewältigung der regionalen Krise und dem Kampf gegen den Terrorismus aufgefordert.

Ende November vergangenen Jahres hatte die türkische Luftwaffe einen russischen Kampfjet im syrischen Grenzgebiet abgeschossen. Moskau bestritt, dabei türkischen Luftraum verletzt zu haben. Es folgte eine Eiszeit in den Beziehungen zwischen Russland und der Türkei.

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