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Recyclingidee: Tierfiguren aus ausgedienten Flipflops

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Recyclingidee: Tierfiguren aus ausgedienten Flipflops

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Bunte Tierchen aus Plastikmüll, mit dieser originellen Idee will ein Umweltprojekt in Kenia den rund 5 Millionen Tonnen Kunststoff, die jährlich die Traumstrände des Landes verschmutzen, auf den Leib rücken. Besonders Badelatschen, sogenannte Flipflops, die wie hier in der Bucht von Watamu massenweise angeschwemmt werden, eignen sich für die Wiederverwertung.

“Wir sammeln jeden Tag dutzende Säcke voll”, erklärt eine Frau. “Der Müll vergiftet unsere Fische, auch die , die wir selber essen. Deshalb säubern wir unsere Strände.”

Viele Menschen leben vom Tourismus, auch deshalb ist das Saubermachen wichtig. Die Flipflops werden in die Hauptstadt Nairobi gebracht und dort zu bunten Tierfiguren verarbeitet.Inzwischen ein beliebter Verkaufsschlager, vor allem bei Touristen.

Die Meeresbiologin Julie Church, Gründerin von “Ocean Sole”, sieht darin mehr als nur einen Dekorationsartikel. “Wir nutzen das als Mittel, um für saubere Ozeane zu werben, um zu sagen: Das Meer ist nicht die Müllkippe der Welt. Unsere Figuren sollen die Menschen daran erinnern. Denn wir sind ein blauer Planet aber viele Menschen vergessen das. “

400 000 einzelne Flipflops werden jedes Jahr recycelt. Etwa einhundert Kenianer haben so eine Arbeit gefunden. Die bunten Tiere werden auch in die USA, nach England und sogar nach Deutschland verkauft. Ein Teil des Erlöses geht an ein Meeresschutzprogramm.

Und die Idee macht Schule, mittlerweile stellen auch kenianische Strandschnitzer ihre ganz eigene Variante der Flipflop-Kunst her

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