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Schottland will alle Optionen für Erhaltung der EU-Beziehungen prüfen

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Schottland will alle Optionen für Erhaltung der EU-Beziehungen prüfen

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Sie will die Beziehungen zur EU wahren und dafür jede Option ergebnisoffen prüfen: In ihrer ersten Rede vor dem schottischen Parlament seit dem Brexit-Referendum hat die Erste Ministerin Schottlands, Nicola Sturgeon, dafür um ein fraktionsübergreifendes Mandat gebeten.

Ein Unabhängigkeitsreferendum ist laut Sturgeon nicht unwahrscheinlich, es sei aber wie ein Veto nur eine von mehreren Optionen. Bei der Bewertung werde die Regierung nun eine eigens einberufenen Expertenkommission beistehen.

“Ich glaube zwar, dass die Unabhängigkeit die beste Option für Schottland ist. Aber für mich ist sie nicht der Ausgangspunkt in dieser Diskussion. Mein Ausgangspunkt sind die schottischen Interessen und der Schutz unserer Beziehung zur EU”, so Sturgeon vor dem schottischen Parlament in Holyrood.

Am Mittwoch will Sturgeon zu Gesprächen über Schottlands künftige Rolle in der EU nach Brüssel reisen und dort unter anderem den EU- Parlamentspräsidenten Martin Schulz treffen.

In den ersten Tagen seit dem Votum habe sich die Regierung darauf konzentriert “sicherzustellen, dass es in ganz Europa bekannt ist, dass sich Schottland in diesem Referendum anders entschieden hat und den Wunsch hegt, in der Europäischen Union zu bleiben.”

Beim Brexit Referendum hatten sich 62 Prozent der schottische Wähler für einen Verbleib in der EU ausgesprochen. Die Regierung wolle herausfinden, wie den schottischen Interessen am besten gedient sei.

Sturgeon kritiserte die Pläne der Regierung in London, frühestens im Oktober formal den EU-Austritt zu beantragen. Für das Land bedeute das drei Monate Unsicherheit.

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