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Wieder Zusammenstöße bei Protesten gegen Arbeitsmarktreform in Paris

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Wieder Zusammenstöße bei Protesten gegen Arbeitsmarktreform in Paris

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In Paris ist es am Rande von Protesten gegen die umstrittenen Arbeitsmarktreformen erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Laut den Organisatoren protestierten landesweit rund 200.000 Menschen, die Polizei spricht von etwa 60.000.

Wegen der Ausschreitungen bei vergangenen Kundgebungen wurden die Teilnehmer in Paris an den Einlässen zu den abgesperrten Demonstrations-Routen von der Polizei kontrolliert.

Der Senat nahm den Reformentwurf am Dienstagabend an. Regierungschef Manuel Valls will am Mittwoch mit Vertretern der führenden Gewerkschaften zu Gesprächen zusammenkommen.

“Wir sind so zuversichtlich wie vor vier Monaten. Denn es sind nicht wir, die in einer schwachen Position sind”, so Philippe Martinez, Generalsekretär der Gewerkschaft GT. “Wir haben auf allen Ebenen einen Mehrheit hinter uns und es ist jetzt an der Regierung, Verantwortung zu übernehmen. Seit Sonntag wird viel darüber gesprochen, auf die Menschen zu hören, wissen sie? Jetzt gibt es die Gelegenheit für die Regierung und den Präsidenten, das auch hier in Frankreich zu tun

Seit vier Monaten wird in Frankreich protestiert. Wegen der hohen Arbeitslosenquote von zehn Prozent will die Regierung den strengen Arbeitnehmerschutz lockern. Die Gewerkschaften kritisieren auch Reformteile, die die Verhandlungsposition der Unternehmen stärken könnten. Die Beliebheitswerte des Staatspräsidenten Francois Hollande liegen bei unter 20 Prozent.

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