Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Istanbul: Flughafenattentäter sollen aus Ex-Sowjetrepubliken stammen

welt

Istanbul: Flughafenattentäter sollen aus Ex-Sowjetrepubliken stammen

Werbung

Nach dem verheerenden Terroranschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul sollen alle drei Attentäter inzwischen als Ausländer identifiziert worden. Das berichten türkische Medien unter Berufung auf Regierungskreise und Quellen in der Staatsanwaltschaft.

Demnach handle es sich bei den Attentätern um einen russischen Staatsbürger aus Tschetschenien oder Dagestan im Nordkaukasus sowie zwei Männer aus den Ex-Sowjetrepubliken Usbekistan und Kirgisistan. Alle drei Regionen sind muslimisch geprägt und gehören zum Rekrutierungsgebiet der IS-Miliz, die zahlreiche Sicherheitsbehörden für den wahrscheinlichen Urheber halten. Bislang hat sich niemand zu dem Terroranschlag bekannt.

Die Regierung räumt nun ein, dass es zweien der Angreifer gelang, in den Sicherheitsbereich des Flughafens einzudringen. Inzwischen wurden Videoaufnahmen einer Überwachsungskamera vom Flughafen veröffentlicht, auf denen ein mutmaßlicher Angreifer zu sehen ist. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die Person, die nach der ersten Explosion in die Abflughalle des Flughafens vordrang. Der Mann schoss vor den Liften zweimal auf eine weitere Person, bei der es sich um einen Zivilpolizisten handeln soll.

Auch einer der Hintermänner soll inzwischen ermittelt und festgenommen worden sein. Russischen Medienberichten zufolge handle es sich dabei um einen Tschetschenen. Die türkische Polizei hat in Istanbul und Izmir mehr als ein Dutzend Razzien durchgeführt und dabei laut lokalen Medien ingesamt 13 Menschen festgenommen. Ihnen werden Verbindungen zur Terrormiliz IS vorgeworfen.

Die Selbstmordanschläge am Flughafen haben laut jüngsten Angaben des Innenministeriums 44 Todesopfer gefordert. Die meisten von ihnen sind Türken. Mindestens 239 Menschen wurden verletzt, darunter eine Deutsche.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel