Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Kolumbiens langer Weg zum Frieden

welt

Kolumbiens langer Weg zum Frieden

Werbung

Die Nationale Befreiungsarmee bekannt als ELN) ist eine von zahlreichen lateinamerikanischen Guerillaorganisationen, die von der marxistischen Ideologie der kubanischen Revolution 1959 inspiriert wurde.

Kolumbiens zweitgrößte Guerilla-Bewegung gilt als Hindernis für die Friedensbemühungen im Land. Ende März kam es zwar zu geheimen Verhandlungen zwischen der Regierung und den Rebellen. Doch für echte Friedensverhandlungen forderte Präsident Juan Manuel Santos, dass die Rebellen vorher alle Geiseln freilassen. Im Mai hatte die ELN drei Journalisten entführt und mehrere Tage lang festgehalten. Verhandlungen schienen wieder außer Reichweite.

Farc-Rebellen vereinbaren historischen Waffenstillstand

Ein ganz anderes Bild dagegen von Kolumbiens größter Guerillaorganisation, den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens. Die Farc-Rebellen unterzeichneten Ende Juni in Havanna ein historisches Abkommen mit der Regierung, das einen Waffenstillstand vorsieht.

Die Rebellen verpflichteten sich ihre Waffen den Vereinten Nationen zu übergeben und sich in 23 Zonen im Land zu versammeln. Der Waffenstillstand gilt als Voraussetzung für einen Friedensvertrag. Die Verhandlungen sollen bis zum kolumbianischen Unabhängigkeitstag am 20. Juli abgeschlossen sein.

Fast 1.000 Menschen feierten in Bogota den historischen Moment, Glocken läuteten und auf Leinwänden wurde der Händedruck, der das Ende des Krieges besiegelt, live übertragen. Die Friedensaktivistin Gloria Cuartas erklärte sichtlich bewegt: “Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so etwas erlebe: eine politische Entscheidung für den Frieden! Das macht mich sehr glücklich. Ich möchte daran glauben, dass die Nationale Befreiungsarmee ELN auch Teil davon sein wird, denn Kolumbien verdient Frieden.”

Nach Unterzeichnung des Friedensvertrags soll eine UN-Mission über die Umsetzung wachen. Die Farc-Rebellen kämpfen seit einem halben Jahrhundert gegen den kolumbianischen Staat. In dem blutigen Konflikt wurden mehr als 220.000 Menschen getötet und über sechs Millionen Menschen vertrieben.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Automatische Übersetzung

Automatische Übersetzung

Automatische Übersetzung

Nächster Artikel