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Bangladesch trauert um Opfer des Terrorangriffs

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Bangladesch trauert um Opfer des Terrorangriffs

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Nach der islamistischen Terrorattacke in Bangladeschs Hauptstadt Dakha trauert das Land um die 22 Opfer. Die Regierung hat zwei Tage Staatstrauer angeordnet. Am Freitagabend hatten Bewaffnete des sogenannten Islamischen Staats ein Restaurant im Diplomatenviertel der bangladeschischen Hauptstadt gestürmt. Sie hatten Geiseln genommen, sie stundenlang festgehalten und gezielt Nicht-Muslime getötet. Polizei und Armee hatten das Restaurant schließlich gestürmt. Insgesamt waren 20 Restaurantgäste und zwei Polizisten ums Leben gekommen. 13 Geiseln konnten befreit werden. Sechs Täter wurden erschossen.

Ein Koch des Restaurants, der Argentinier Diego Rivera, berichtete, die etwa 20- bis 25-Jährigen Täter hätten «Allah ist groß» gerufen und seien mit großen Taschen gekommen, in denen sich Sprengstoff, Sprengsätze und Messer befanden. “Sie haben ausschließlich nach Ausländern gesucht”, sagte Rivera, der entkommen konnte, der italienischen Zeitung Repubblica.

Nach Angaben der Polizei waren alle sechs erschossenen Geiselnehmer Staatsbürger des Landes. Sie waren teilweise schon länger als mutmaßliche Militante gesucht worden. Die Sicherheitskontrollen in Bangladesch wurden mittlerweile massiv verschärft. Ministerpräsidentin Sheikh Hasina rief die rund 160 Millionen Bürger der muslimisch geprägten Volksrepublik auf, sich dem Extremismus entgegen zu stellen und insbesondere Heranwachsende vor islamistischen Ideologen zu schützen.

Nach Armeeangaben wurden die Opfer zu Tode gehackt. Unter ihnen sind neun Italiener, sieben Japaner, sowie ein US-Bürger und eine Inderin.

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