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Großbritannien: Brexit befeuert Rassisten

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Großbritannien: Brexit befeuert Rassisten

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Das Brexit-Votum hat in Großbritannien Fremdenhass und Rassismus in nie gekanntem Ausmaß entfesselt. Ein sprunghafter Anstieg von Straftaten und Übergriffen wurde registriert.

Betroffen sind jetzt auch Bürger, die seit Jahrzehnten in Großbritannien leben.

In Genf hatte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad al Hussein eindringlich gefordert: “Das Referendum darf nicht von Einzelnen zum Anlass genommen werden, jede Vernunft fahren zu lassen und sich wie Pöbel gegenüber Schwächeren zu verhalten. Wir hoffen, dass ein derartiges Benehmen demnächst ein Ende finden wird.”

Doch ein Ende der rassistischen Anfeindungen ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Hassparolen im Internet, auf Flugblättern und auf offener Straße, Graffiti, Pöbeleien, sogar körperliche Übergriffe häufen sich – nicht einmal Kinder sind vor dem Mob mehr sicher.

Muslime sind Ziel der Anfeindungen, aber vor allem auch polnische Einwanderer. Mehr als eine halbe Million leben im Königreich und fühlen sich jetzt bedroht. Jüngst wurde ihr Kulturzentrum in London beschmiert. Es gab und gibt auch Solidaritätsbekundungen, dennoch zeigte sich nicht nur der polnische Botschafter Witold Sobków zutiefst besorgt.

Auf Twitter werden Anfeindungen geteilt, um die Aufmerksamkeit für die Missstände zu erhöhen.

Auf Youtube zeigen auch mehrere Videos rassistische Anfeindungen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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