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Argwohn und Terrorverdacht im Ausland: Emirate raten von traditioneller Kleidung ab

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Argwohn und Terrorverdacht im Ausland: Emirate raten von traditioneller Kleidung ab

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Nach einem Zwischenfall in den USA haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Bürgern geraten, im Ausland davon abzusehen, ihre traditionelle Kleidung zu tragen. Es handle sich um einen Sicherheitshinweis.

Ein in das typische weiße Gewand gehüllter Mann aus den Emiraten war am vergangenen Mittwoch vor einem Hotel in Avon im US-Bundesstaat Ohio von Polizeibeamten ruppig zu Boden gebracht und verhaftet worden.

Eine Hotelangestellte hatte den auf arabischen telefonierenden Besucher in seiner Kleidung für einen Terroristen gehalten. Der Mann war für eine ärztliche Untersuchung in den USA, weil er kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte.

Er wurde später freigelassen, brach daraufhin aber zusammen und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Der Bürgermeister und der Polizeichef von Avon entschuldigte sich persönlich für den Vorfall: “Niemand von dieser Polizeistation hätte ihnen gegenüber respektlos sein dürfen. Das war nicht das Ziel der Beamten. Was ihnen widerfahren ist, ist ein bedauerlicher Umstand. Sie hätten nicht in diese Situation gebracht werden sollen”, so Richard Bosley, der Polizeichef von Avon.

In Übersee wurde der Fall aufmerksam verfolgt, in arabischen Medien sorgt für Aufsehen. Wegen einer “Misshandlung eines emiratischen Bürgers durch die Polizei” bestellte das emiratische Außenministerium, Medienberichten zufolge, den US-Botschafter ein. Auch dieser habe sich für den Vorfall entschuldigt.

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