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Bagdad: Zahl der Todesopfer nach Attentat auf über 200 gestiegen

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Bagdad: Zahl der Todesopfer nach Attentat auf über 200 gestiegen

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Die Zahl der Todesopfer des Terroranschlags in einem beliebten Einkaufsviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Regierungsangaben auf mindestens 213 gestiegen. Die Zahl der Verletzten bezifferte das irakische Gesundheitsministerium am Montagvormittag auf über 300. In einer Stellungnahme hatte die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat erklärt, der Selbstmordattentäter habe gezielt Schiiten angegriffen.

Ein Anwohner sagte:

“Die meisten Menschen in dem Gebäude waren jüngere Leute. Jetzt gibt es 300 Verletzte. Die Regierung hält still und kümmert sich nicht um die Sicherheit.”

Die Regierung verhängte eine dreitägige Staatstrauer. Der Anschlag war der folgenschwerste im Irak im laufenden Jahr. Die Zahl der Toten könnte weiter steigen, weil Leichenteile noch nicht identifiziert waren und noch Tote unter den Trümmern zerstörter Gebäude vermutet wurden. Der Anschlag geschah nur wenige Tage nach der Attacke radikaler Islamisten in Bangladesch mit 22 Todesopfern und dem Angriff auf den Istanbuler Flughafen, der ebenfalls IS-Extremisten zugeschrieben wird.

Schon vor Beginn des Ramadans, der in dieser Woche mit dem Eid-Fest des Fastenbrechens endet, hatten die Extremisten Attentate im Irak angekündigt. Die IS-Miliz kontrolliert zwar immer noch große Teile des Landes, war aber zuletzt durch den Verlust der IS-Hochburg Falludscha rund 80 Kilometer westlich von Bagdad stark unter Druck geraten. Die Umsetzung der IS-Drohung kurz vor dem Eid-Fest löste national und international Entsetzen aus.

Ein Anwohner erklärte fassungslos:

“Wir sind sehr traurig über das Schicksal der unschuldigen Opfer. Unglücklicherweise ereignete sich die Katastrophe in der heiligsten Nacht des Ramadan. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist eine Tragödie. Jetzt verbindet jeder das Eid-Fest jetzt mit Traurigkeit.”

Das US-Außenministerium sprach von einem “Massenmord” an Unschuldigen, der die Menschenverachtung der IS-Miliz belege. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini versicherte den Angehörigen der Opfer ihr Beileid.

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