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Farage: "Ich will mein Leben zurück"

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Farage: "Ich will mein Leben zurück"

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Gerade mal zwei Wochen sind vergangen, seit die Briten mit ihrem Votum für einen Ausstieg aus der EU das eigene Land und Europa in eine historische Krise gestürzt haben. Und nun ist also Nigel Farage, Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei Ukip und neben Johnson wichtigster Brexit-Befürworter, zurückgetreten. Ende Juni war ihm wohl schon klar, dass er abtritt und er teilte im europäischen Parlament noch einmal so richtig aus: “Ist das nicht lustig?”, sagte er. “Vor 17 Jahren sagte ich hier, dass ich eine Kampagne führen will, damit Großbritannien die EU verlässt. Da habt ihr alle gelacht. Jetzt lacht ihr nicht mehr…” Außerdem meinte Farage: “Keiner von euch ist doch jemals einer richtigen Arbeit nachgegangen, keiner von euch hat als Unternehmer gearbeitet und wirklich mal einen Arbeitsplatz geschaffen.”

Farage selbst hatte sich bereits mit 18 Jahren gegen ein Studium und für eine Karriere als Rohstoffhändler im Finanzzentrum von London entschieden.

Farage galt als Hardliner, der vor allem Migration zu einem Hauptthema des Brexit-Wahlkampfs gemacht hatte. Kritiker warfen ihm vor, er sei demagogisch und schüre in der
Bevölkerung Ängste gegen Ausländer. Als Grund für den Rücktritt gab er unter anderem an: “Ich will mein Leben zurück.”

Sein Leben in Stichpunkten:

- Farage kommt am 3. April 1964 in der südenglischen Grafschaft Kent zur Welt. – Sein Vater, ein alkoholkranker Börsenmakler, verlässt die Mutter, als der Sohn fünf ist. – Zunächst steht er als junger Mann den Konservativen nahe – bis Großbritannien 1992 den EU-Vertrag von Maastricht unterschreibt. – 1993 ist Farage einer der Mitbegründer der europakritischen UK Independence Party (Ukip). – 1999 zieht er als Abgeordneter ins Europäische Parlament ein. Im selben Jahr wird die Deutsche Kirsten Mehr seine zweite Frau. – 2006 übernimmt er den Parteivorsitz, 2010 wird er wiedergewählt. – Bis zum Brexit-Referendum ist Farage einer der Wortführer der Anti-EU-Kampagne. Im Juli 2016 zieht er sich von der Ukip-Spitze zurück.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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