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Italien: Polizei hebt international aktiven Schleuserring aus

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Italien: Polizei hebt international aktiven Schleuserring aus

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In Italien hat die Polizei einen international aktiven Schleuserring gesprengt. Auf Sizilien, in Rom und Norditalien wurden insgesamt 23 Personen festgenommen. Die meisten von ihnen waren nach Behördenangaben äthiopische und eritreische Staatsbürger, ein Italiener sei unter den Verdächtigen.

Nach 15 weiteren wird noch per internationalem Haftbefehl gefahndet.

Der Schmugglerring täuschte Familienzusammenführungen vor, um Menschen ins Land zu schleusen, so Staatsanwalt Franco Lo Voi in Palermo. “Dieses System ist um einiges teurer, denn es ist sicherer als die Geschäfte mit Bootsüberfahrten. Die Kosten belaufen sich auf 10.000 bis 15.000 Dollar pro Auftrag.”

Mehrere tausend Menschen sollen auf diese Art von Afrika nach Europa gelangt sein. Die Operation war durch die Kooperation eines 2014 festgenommenen Eritreers angestoßen worden. Seinen Angaben zufolge wurden Migranten, die nicht bezahlen konnten, an Organhändler ausgeliefert.

Die Operation war der dritte Teil einer großangelegten Operation gegen Menschenschmuggel zwischen Italien und Afrika.

Durch seine Aussage wurde die Polizei auf einen Parfümladen in Rom aufmerksam, der offenbar die Finanzdrehscheibe der Organisation war. Als Bezahlsystem nutzte die Bande offenbar das informelle und anonyme Hawala-Überweisungssystem.

In dem Ladenlokal stellte die Polizei neben einer große Menge an Bargeld auch Rauschgift sicher.

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