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EU-Politiker kritisieren "Brexit-Helden" als verantwortungslos

Redaktion Brüssel

EU-Politiker kritisieren "Brexit-Helden" als verantwortungslos

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Die Europäische Union muss stärker als bisher auf ihre Bürger zugehen. Dies forderten zahlreiche Abgeordnete des Europaparlaments in der Debatte über den Brexit.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte: “Ich stelle nur fest, dass die strahlenden Brexit-Helden von gestern die traurigen Helden von heute sind. Das sind eigentlich – und als solche entpuppen sie sich – Retro-Nationalisten und keine Patrioten. Patrioten gehen nicht von Bord, wenn die Lage schwierig wird – dann bleiben sie.” Gemeint waren die Brexit-Befürworter Nigel Farage und Boris Johnson.

Die rechtskonservative britische Europaabgeordnete Janice Atkinson meinte: “Vierzig oder sogar fünfzig Prozent der EU-Bürger stimmen uns zu, sie lehnen die EU ab. Hier beschäftigt man sich damit, die Wassermenge für das Spülklo zu bestimmen, die Maße für Gurken festzulegen und jeden Teil unseres Lebens zu steuern. Damit ist es vorbei.”

Der belgische grüne Abgeordnete Philippe Lamberts hingegen kritisierte: “Spricht man über die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, über Handelsabkommen, duldet man den Einsatz von Giften wie es Glyphosat ist, macht das die Bürger zornig, zornig. Denn offenbar dient diese Politik den Interessen weniger.”

Manfred Weber, der Chef der Fraktion der Europäischen Volkspartei, betonte: “Ich denke, dass die Bürger der Europäischen Union der Debatten über Methoden und Mittel, darüber wie Europa funktionieren sollte, etwas überdrüssig sind. Die Menschen erwarten, dass Europa liefert. Das fordern sie von uns, den Politikern.”

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