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Hohe Haftstrafen für Mitglieder der "Terrorzelle von Verviers"

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Hohe Haftstrafen für Mitglieder der "Terrorzelle von Verviers"

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Die belgische Justiz hat im Prozess um die sogenannte Terrorzelle von Verviers hohe Haftstrafen verhängt. Vier Angeklagte wurden zu Haftstrafen zwischen acht und 16 Jahren verurteilt.

Sie wurden der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Planung eines tödlichen Anschlags für schuldig gesprochen.

Die Richter hätten sich von politischem und gesellschaftlichen Druck beeinflussen lassen, meint Xavier Carette, der Anwalt eines der Hauptangeklagten: “Die Richter haben ihr Urteil unter dem Eindruck der Attentate in Paris und Brüssel gefällt. Aus ihrem subjektiven Gefühl ist Gerechtigkeit geworden. Wenn Sie mich fragen, ist es niemals eine gute Sache, in der Justiz ein Exempel statuieren zu wollen. Das wird nichts verändern.”

Ein Großteil der Angeklagten waren nicht vor Gericht erschienen. Sie sollen sich unter anderem in Syrien aufhalten.

Anführer der Gruppe soll der mittlerweile getötete Islamist Abelhamid Abaaoud gewesen sein. Er war bei einem Polizeieinsatz nach den Pariser Anschlägen im November 2015 in der Vorstadt Saint-Denis erschossen worden.

Auf den Unterschlupf der “Terrorzelle von Verviers” war die Polizei im Januar 2015 im ostbelgischen Verviers gestoßen. Bei der Razzia stellten die Beamten Waffen, Munition, Sprengstoff und Polizeiuniformen sicher.

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