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Österreich wählt am zweiten Oktober noch einmal

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Österreich wählt am zweiten Oktober noch einmal

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Nach der Aufhebung der Stichwahl für das Amt des Bundespräsidenten wird in Österreich nun am zweiten Oktober neu gewählt. Der von den Grünen unterstützte Kandidat Alexander Van der Bellen hatte hauchdünn vor dem rechten FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gewonnen. Der Verfassungsgerichtshof in Wien hatte die Stichwahl nach einer Anfechtung der FPÖ für ungültig erklärt.

Das Rennen in die Wiener Hofburg ist somit wieder offen. Der ehemalige Grünen-Chef Van der Bellen siegte im Wahlgang im Mai mit knappem Vorsprung von nur rund 31.000 Stimmen.

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) sprach sich gegen den Vorschlag aus, die Wiederholung der Präsidenten-Stichwahl unter Aufsicht internationaler Beobachter zu stellen. “Es geht jetzt um den Ruf unseres Landes. Es sind Formfehler passiert”, sagte Kern der “Kronen Zeitung” (Sonntag). Die Einladung externer Experten würde einen falschen Eindruck in der ganzen Welt erwecken. Auch die FPÖ hatte nicht von Wahlfälschung gesprochen. Österreich könne selbst mit dem Problem umgehen, sagte er. Regierung und Behörden würden entsprechend reagieren und den kommenden Wahlgang penibel durchführen, sagte der Bundeskanzler. Innenminister Wolfgang Sobotka wollte gemeinsam mit Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einladen, um den korrekten Ablauf der Wahl sicherzustellen.

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