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Nato-Gipfel in Warschau: Letzte große Bühne für Barack Obama?

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Nato-Gipfel in Warschau: Letzte große Bühne für Barack Obama?

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US-Präsident Barack Obama wird Ende dieser Woche zum fünften und letzten Mal an einem NATO-Gipfel teilnehmen. Die Mitgliedsländer des Militärbündnisses treffen sich am Freitag in der polnischen Hauptstadt Warschau.

Eines der Hauptthemen wird die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit der NATO gegenüber Russland sein.

Nachdem in den vergangenen Jahren Einsätze außerhalb des Bündnisgebiets im Mittelpunkt standen, muss sich die NATO nun wieder auf ihr Gründungsmandat konzentrieren.

“Sicherlich ist die Umgebung heute bedrohlicher”, meint der ehemalige Stellvertreter des Direktors des Privaten Büro des NATO Generalsekretärs Jeffrey Rathke. “Es stellt sich die Frage, ob eine Art Invasion bevorsteht doch ich halte das für wenig wahrscheinlich. Allerdings ist die russische Aktivität so, dass die USA und ihre NATO-Verbündeten feststellen müssen, dass stärkere Abwehrmaßnahmen notwendig sind.”

Für die Vereinigten Staaten gilt es, ihre Rolle in Europa neu zu definieren, so Heather Conley vom Center for Strategic and International Studies: “Da die USA eine enge Beziehung zu Großbritannien, und in der EU eine wichtige Funktion haben sowie im Dialog mit ihr stehen, können wir eine Rolle spielen. Doch wir müssen entscheiden, wie diese aussehen soll und sehen, ob unsere europäischen Partner diese Rolle begrüßen würden.”

Conley rät den USA angesichts der vielfältigen Herausforderungen in Europa – von Flüchtlingskrise, über Terrorbekämpfung zu wirtschaftlichen Problemen – zu einem ganzheitlichen Ansatz und einem langfristigen Engagement.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe berichtet aus der US-Hauptstadt: “Washington hat sich in letzter Zeit nur zurückhaltend zu europäischen Angelegenheiten und denen vom Brexit ausgelösten Schockwellen geäußert. In Warschau wird Obama an die Zerbrechlichkeit Europas erinnert werden, doch die Aufgabe eines stärkeren Engagements der USA wird wahrscheinlich in den Schoß seines Nachfolgers fallen.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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