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Brasilien: Lehrer protestieren gegen späte Lohnzahlungen und Olympia

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Brasilien: Lehrer protestieren gegen späte Lohnzahlungen und Olympia

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In Rio de Janeiro haben hunderte streikende Lehrer und Dozenten für eine zeitige Auszahlung ihrer Löhne, mehr Geld für Bildung und Gesundheit und gegen die Olympischen Spiele demonstriert. Am Rande der Demonstration kam es zu Ausschreitungen.

Laut Übergangspräsident Michel Temer seien die Vorbereitungen für Rio 2016 praktisch abgeschlossen. Doch die finanziellen Belastungen führen regelmäßig zu Spannungen. Brasilien steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren, der Bundesstaat Rio de Janeiro erklärte im Juni den finanziellen Notstand.

“Die Regierung hat die Renten von Leute im Ruhestand nicht bezahlt und gesagt, dass das Geld für Olympia ist”, sagt ein streikende Lehrerin. “Wir finden es absurd, für die Olympiade Leute im Krankenhaus sterben zu lassen und Leuten wegen der Olympiade nicht ihren Lohn auszuzahlen.”

Brasilien trägt in Rio die ersten Olympischen Spiele auf südamerikanischem Boden aus und erwartet dazu im August gut 500.000 Besucher. Wegen des finanziellen Notstands überweist die Zentralregierung dem strauchelnden Bundesstaat Rio de Janeiro fast 800 Millionen Euro an Hilfszahlungen.

Allerdings soll das Geld zu einem Großteil in die Sicherheitsvorkehrungen für Olympia fließen. Die brasilianische Nationalgarde übernahm am Mittwoch offiziell die Sicherheitsverantwortung für die olympischen Anlagen in Rio.

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