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"Juno" soll Jupiters Geheimnisse lüften

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"Juno" soll Jupiters Geheimnisse lüften

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Mit dem Eintritt der NASA-Sonde Juno in die Umlaufbahn von Jupiter hat eine ehrgeizige Mission zur Erkundung des größten Planeten des Sonnensystems begonnen. Davon erhoffen sich die Forscher Einblick in die Geheimnisse des Gasriesen, der in der Tat ein Planet der Superlative ist.

Scott Bolton, Forschungsleiter, NASA: “Er hat das stärkste Magnetfeld und dreht sich am Schnellsten. Er hat außerdem das größte Gravitationsfeld und die stärkste Strahlung. Wir fliegen schneller als jede andere Raumsonde und werden der gigantischen Solarstrahlung ausgesetzt.”

Jupiter, der sonnennächste der vier sogenannten äußeren Planeten, zu denen auch Saturn, Uranus und Neptun gehören, fungiert wie ein Schutzschild für die Erde , indem er Kometen und Asteroiden abfängt.

Michelle Thaller, NASA-Astronomin: “Jupiter tausendmal so groß wie die Erde, dreht sich aber alle neun Stunden um die eigene Achse. Das sorgt gibt ein riesiges Magnetfeld, das einen herumschleudert. Das ist ungefähr so als würde eine Raumsonde durch einen Teilchenbeschleuniger fliegen.”

Besonders interessiert die Forscher Jupiters Atmosphäre bestehend aus Wasserstoff, Helium, Ammoniak, Methan und Schwefel.

Michelle Thaller, NASA-Astronomin: “Wir haben Instrumente, mit denn wir tief in die Atmosphäre hineinschauen können. Von der Untersuchung des Magnet- und des Gravitationsfeldes erhoffen wir uns Erkenntnisse darüber, was sich Inneren abspielt. Gibt es einen festen Kern? Oder ist Jupiter eher wie ein Stern, der keinen festen Kern hat? Wir werden außerdem die chemische Zusammensetzung untersuchen, nach Wasser und anderen Elementen Ausschau halten, die uns über die Entstehung Jupiters Auskunft geben – und damit darüber, wie unser Sonnensystem vor Milliarden Jahren aussah.”

Juno wird am Ende der Mission in diese Atmosphäre eintauchen und dort verdampfen.

Michelle Thaller, NASA-Astronomin: “Jupiter ist fast eine eigene kleine Sonne mit eigenem Sonnensystem. Einige haben eigene Monde, und auf einigen dieser Monde werden flüssige Ozeane unter der dicken Eisschicht vermutet.”

Im Jahr 2022 wird die Europäische Raumfahrtagentur Esa die Raumsonde JUICE zum Jupiter schicken, um sich diese Eismonde genauer anzuschauen.

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