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Nach "Brexit"-Votum: Paris will das neue London werden

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Nach "Brexit"-Votum: Paris will das neue London werden

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Frankreichs Regierung will nach dem “Brexit”-Votum internationale Finanzspezialisten von London nach Paris locken. Steuervorteile für Auslandsheimkehrer und Zuzügler sollen von fünf auf acht Jahre verlängert werden. “Wir wollen die Finanz-Hauptstadt der Zukunft bauen”, sagte Ministerpräsident Manuel Valls. “Wir sind nicht im Krieg mit London … aber es herrscht Wettbewerb, und wir wollen Paris zu Europas größtem Finanzplatz machen”, sagte die Präsidentin der Region Paris, Valérie Pécresse.

Gouverneur Francois Villeroy de Galhau sicherte für die Banque de France zu, in Großbritannien zugelassene Finanzinstutionen mit Abwanderungsgelüsten schnell auf eine Zulassung zu prüfen.

Vergleich der Lohnnebenkosten (KPMG):

Der britische Schatzkanzler George Osborne plant nach dem “Brexit”-Votum einem Medienbericht zufolge eine deutliche Senkung der Körperschaftssteuer, um Unternehmen nach dem “Brexit”-Votum in Gro’britannien zu halten.

“Die rote Teppich kann in beiden Richtungen genutzt werden,” sagte Frankreichs Finanzminister Michel Sapin in Richtung des scheidenden britischen Premierministers David Cameron. Der Tory hatte französischen Firmen angeboten, “den roten Teppich auszurollen”, als Präsident François Hollande 2012 sein Amt antrat.

Wo internationale Großbanken in Europa – außerhalb Großbritanniens – schon Banklizenzen haben (Florian Hamann, efinancialcareers):

In Deutschland:

*Citigroup Global Markets Deutschland AG

*Credit Suisse (Deutschland) AG

*Goldman Sachs AG

*JP Morgan AG

*Morgan Stanley Bank AG

*RBS (Deutschland) AG

*UBS Deutschland AG

In Irland

*Barclays Bank Ireland plc

*Citibank Europe plc

*JP Morgan Bank (Ireland) plc

*Merrill Lynch International Bank Designated Activity Company permanent tsb plc

In Frankreich:

*Barclays France

*Credit Suisse (Monaco)

*Goldman Sachs Paris Inc et Cie

*HSBC France

*UBS (France) S.A.

Sigrid Ulrich mit Reuters

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