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Whistleblower im Vatileaks 2-Prozess freigesprochen

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Whistleblower im Vatileaks 2-Prozess freigesprochen

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Im sogenannten Vatileaks 2-Prozess um die Veröffentlichung geheimer Dokumente zu möglicher Geldverschwendung im Vatikan haben die Richter ein Urteil gefällt.

Die PR-Expertin Francesca Immacolata und der spanischer Priester Lucio Vallejo Balda bekamen Haftstrafen in Höhe von 10 und 18 Monaten. Allerdings wurde nur er der Weitergabe von Dokumenten schuldig gesprochen – sie der Konspiration: “Es ist das Ende einer Qual. Das Gericht hat mich vom Vorwurf der Weitergabe von Dokumenten freigesprochen. So weiß der liebe Gott, dass ich ihn nicht betrogen habe.”

Chaouqui hatte während des Prozesses ein Kind zur Welt gebracht. Ihre Haftstrafe wurde für fünf Jahre auf Bewährung ausgesetzt.

Allerdings bezeichnete Vatikansprecher Federico Lombardi die Begnadigung für beide schuldiggesprochenen bereits für wahrscheinlich.

Aufatmen heißt es für die beiden angeklagten Journalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi. Das Gericht des Kirchenstaates erklärte sich für nicht zuständig, Recht über sie zu sprechen. Der Vatikan war wegen des Prozesses und dem Schutz der Pressefreiheit in die Kritik geraten.

“Ich denke, die Vatikanrichter waren mutig, denn das Urteil zeigt, dass selbst hier das Recht eines Journalisten, seine Arbeit zu machen, respektiert wird. Und dass man über wahre, überprüfte und wichtige Dinge berichten darf”, so Emiliano Fittipaldi.

Die beiden Enthüllungsjournalisten hatten auf Grundlage der ihnen zugespielten Informationen im November Bücher über maßlose Verschwendung im Vatikan veröffentlicht. Papst Franziskus versucht seit seinem Amtsantritt, die Vatikanfinanzen in Ordnung zu bringen.

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