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Wimbledon: Twitter macht Fernsehen

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Wimbledon: Twitter macht Fernsehen

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Der Kurznachrichtendienst Twitter strahlt Matches vom Tennis-Turnier in Wimbledon als Live-Streaming aus – eine Premiere. Die Bilder in High-Definition-Qualität werden in Zusammenarbeit mit dem US-TV-Netzwerk ESPN (Entertainment and Sports Programming Network) und den Organisatoren des Turniers angeboten. Besonderheit: “Programm” und “Werbung” sind untrennbar verflochten – der “Reporter” präsentiert zwischendurch die Produkte der Sponsoren. Die Vertragsbedingungen für die Wimbledon-Transaktion gab Twitter nicht bekannt.

Twitter hatte die Streaming-App Periscope im Januar 2015 gekauft, bevor die App offiziell an den Start gegangen war.

Im April dieses Jahres unterzeichnete Twitter einen 9-Millionen Euro-Vertrag, um künftig American Football-Spiele der National Football League (NFL) zu übertragen.

Seit 2005 gehört die ESPN-Senderfamilie zu 80 Prozent ABC (American Broadcasting Company, ihrerseits im Besitz von The Walt Disney Company). Die restlichen 20 Prozent hält die Hearst Corporation.

Im vergangenen Jahr war das Wachstum der aktiven Twitter-Nutzer – Menschen, die sich mindestens einmal im Monat einloggen – deutlich abgeflacht – die Zahl pendelte um 310 Millionen.

Mehrere führende Technologie-Firmen des Silicon Valley investieren im Moment in Live-Streaming-Technologien.

Facebook hatte im August 2015 eine eigene Live-Video-Funktion gestartet. Das Unternehmen zahlt nach Medienberichten (“Wall Street Journal”) Dutzenden von Medienunternehmen und Prominenten mehr als 45 Millionen Euro, damit sie den Dienst nutzen.

Googles YouTube zeigt seit 2011 Live-Videos, seit kurzem auch 360-Grad-Aufnahmen, und probiert an einer “Go-Live”-Funktion in seiner mobilen App herum.

Sigrid Ulrich

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