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Gipfel vor Russlands Haustür: NATO-Staaten kommen in Warschau zusammen

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Gipfel vor Russlands Haustür: NATO-Staaten kommen in Warschau zusammen

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Wo einst kommunistische Bruderstaaten den Warschauer Pakt unterzeichneten, kommen am Freitag die Mitgliedsstaaten der NATO zu einem Gipfel zusammen – unter hohen Sicherheitsmaßnahmen im Sportstadion der polnischen Hauptstadt, unübersehbar auch für die Einwohner Warschaus.

“Das ist ja auch ein wichtiges Treffen”, so ein junger Mann. Die Regierungschefs müsse enscheiden, wie sie Polen und die östliche Grenze von Europa verteidigen wollen. Ein älterer Passant hält Putin für eine Gefahr: “Was der Ukraine passiert ist, kann auch Polen widerfahren. Es ist dieselbe Bedrohung.”

Die Krise in Polens Nachbarland Ukraine, die Einverleibung der Halbinsel Krim durch die Russische Föderation und die Sanktionen gegen Moskau haben die europäisch-russischen Beziehungen verändert. Seither liegt Spannung in der Luft.

Experten erwarten, dass das Verteidigungsbündnis während des Gipfels in Waschau klar Stellung bezieht. Michal Baranowski von der unabhängigen US-amerikanischen Stiftung German Marshall Fund: “Wir glauben, dass die NATO ihre Präsenz an ihren östlichen Grenzen verstärken wird. Konkret könnten bis zu viertausend Mann in den baltischen Staaten und Polen routieren, und das dauerhaft.” Der Gipfel werde sich aber wohl auch mit den Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union befassen, so Baranowski.

Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums betonte am Mittwoch, von Russland gehe keine Gefahr für die NATO aus. Moskau werde aber adäquat auf militärische Aktivitäten reagieren. Die NATO hatte zuletzt Manöver im russichen Grenzgebiet durchgeführt.

Euronews-Reporter Andrei Beketov berichtet aus Waschau: “An dieser Stelle, an der 1944 russische Panzer standen, treffen sich heute die Vertreter der NATO. Die Mitgliedsstaaten des Büdnisses fühlen sich von Russland bedroht. Während des Gipfels wird es wohl um abschreckende Maßnahmen gegenüber Moskau gehen und um die gemeinsame Verteidigung. Die russische Regierung hat diese Maßnahmen schon jetzt als Gefahr für den Frieden in Europa bezeichnet.”

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