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Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: "Fünf Schüsse. Ohne Grund."

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Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: "Fünf Schüsse. Ohne Grund."

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US-Präsident Barack Obama hat sich auf Facebook zu den erneuten Gewalttaten von US-Polizisten gegen Afroamerikaner geäußert. In einem langen Beitrag schrieb er, alle Amerikaner sollten von diesen tödlichen Schüssen zutiefst beunruhigt sein.

Das US-amerikanische Justizministerium teilte unterdessen mit, den Tod von Philando Castile untersuchen zu wollen. Der 32-Jährige war bei einer Schießerei mit einem Polizisten während einer Verkehrskontrolle in Falcon Heights bei Minneapolis verletzt worden und kurze Zeit später in einem Krankenhaus ums gestorben.

Seine Freundin Diamond Reynolds, die die Tat miterlebte, erklärte Castile sei erschossen worden, als er nach seiner Brieftasche griff: “Nicht ein Schuss, nicht zwei Schüsse, nicht drei Schüsse, nicht vier Schüsse sondern fünf Schüsse. Ohne Grund.”

Der Gouverneur von Minnesota versprach, dass er und seine Verwaltung “alles in unserer Macht tun werden, damit diese Angelegenheit vor Gericht kommt. Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen für eine umfangreiche Ermittlung.”

Weniger als 48 Stunden vor dem Vorfall in Minnesota war auch in Baton Rouge, im Bundesstaat Louisiana, ein Afroamerikaner durch Polizeischüsse ums Leben gekommen.

Alton Sterling war auf einem Parkplatz von zwei Polizisten zu
Boden gezwungen und aus nächster Nähe erschossen worden.

Das mutmaßliche Video der Tat wurde millionenfach angeklickt.

Hunderte Menschen protestierten vor Ort und teilten ihre Wut in den sozialen Netzwerken. Hashtags mit den Namen der Opfer sowie #BlackLivesMatter entwickelten sich in Kürze zu den meistverbreiteten Stichworten.

Schweigeminute auch beim Konzert von Beyoncé.

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