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Moskaus Argwohn, Kiews Zuversicht - NATO schnürt Hilfspaket für die Ukraine

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Moskaus Argwohn, Kiews Zuversicht - NATO schnürt Hilfspaket für die Ukraine

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Die NATO hat der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Das Bündnis werde Kiew dabei helfen, die ukrainischen Streitkräfte “leistungsfähiger” zu machen, so NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einem Bilateralen Treffen mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko in Warschau. Gleichzeitig betonten die NATO-Staaten die Dialogbereitschaft gegenüber Russland.


Die ukrainische Vize-Ministerpräsidentin Ivana Klympush-Tsintsadze setzt hohe Erwartungen in die weitere Zusammenarbeit: “Ich sehe darin einen Schritt hin zu NATO-Standards in unserem Land, dabei geht es um die Streitkräfte, Sicherheit und Verteidigung. Dadurch werden wir stärker und fähig, unser Land zu verteidigen. Meiner Meinung müssen wir genau damit jeden Tag rechnen.”

Moskau dürfte den wachsenden Einfluss der NATO auf Kiew missbilligen, sei aber keinesfalls besorgt, so der unabhängige russische Militärexperte Alexander Golts: “Russlands beäugt jeden Kontakt zwischen der Ukraine und der NATO mit äußerstem Argwohn. Moskau verdächtigt Kiew zurecht, Ambitionen auf eine Volmitgliedschaft im Verteidigungsbündnis zu haben. Das Paket, das die NATO Kiew nun geschnürt hat, ist die Fortsetzung der Ergebnisse des vergangenen Gipfels in Wales. Viel hat sich inhaltlich nicht geändert.”

Die NATO-Staaten forderten die Ukraine auf, politische und wirtschaftliche Reformen weiter umsetzen,, um dem Minsker Friedensabkommen nachzukommen.

Euronews-Reporter Andrei Beketov aus Warschau:“Petro Poroschenko dürfte mit seinen westlichen Kollegen auch die Sitaution in der Ostukraine besprochen haben. Um mit dem Minsk-Prozess weiter zu kommen, muss Russland mit an Bord sein. Insgesamt dürfte Poroschenko stolz sein: Niemals zuvor hat die NATO einem einzelnen Land so ein komplexes und weitreichendes Hilfpaket geschnürt, und das zustätzlich zu politische Unterstützung.”

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