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Neue Kämpfe im Südsudan

Am Abend vor dem Unabhängigkeitstag des jüngsten Staats der Welt sind in der Hauptstadt Juba neue Kämpfe ausgebrochen.

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Fünf Jahre nach der Unabhängigkeit des Südsudans kommt das Land weiter nicht zur Ruhe. In der Hauptstadt Juba sind am Vorabend des Unabhängigkeitstages neue Kämpfe ausgebrochen. Schüsse und Granateneinschläge waren in der Nähe des Präsidentenpalasts zu hören, wo Präsident Salva Kiir Mayardit und der erste Vizepräsident Riek Machar zu dem Zeitpunkt Gespräche über die Implementierung des jüngsten Friedensabkommens abhielten. Unbekannte feuerten außerdem auf Autos der amerikanischen Botschaft in Südsudan. Es gibt keine Informationen zu möglichen Opfern.

Kiir und Machar traten gemeinsam vor die Presse und forderten alle Parteien zur Zurückhaltung auf. Die jüngsten Kämpfe waren im Dezember 2013 ausgebrochen, nachdem Kiir Machar als Vizepräsident abgesetzt hatte. Unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft war im August 2015 das jüngste Friedensabkommen geschlossen worden.

Der Südsudan ist seit dem 09. Juli 2011 unabhängig. Der Erklärung der Unabhängigkeit war ein Referendum vorausgegangen, in dem die Bevölkerung Südsudans mit überwältigender Mehrheit für die Trennung vom Sudan gestimmt hatte. Das Land befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise.