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Mehr als 200 Festnahmen bei Protesten gegen Polizeigewalt in den USA

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Mehr als 200 Festnahmen bei Protesten gegen Polizeigewalt in den USA

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In den USA ist es bei zahlreichen Protesten gegen Polizeigewalt gegen Schwarze zu Ausschreitungen gekommen.

In Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana, versammelten sich die Demonstranten vor dem Supermarkt, vor dem einer der beiden Schwarzen, deren Tod die seit drei Tagen anhaltenden Proteste ausgelöst haben, von der Polizei erschossen worden war. Von dort zogen sie zum Polizeipräsidium und dem Kapitol. Über 100 Personen wurden bei Ausschreitungen im Verlauf der Nacht festgenommen.

Mitglieder der “New Black Panther Party for Self Defense” skandierten immer wieder “Black Power” und erhoben ihre geballten Fäuste.

Besonders brutal ging es in St. Paul im Bundesstaat Minnesota zu. Dort warfen Demonstranten Molotow-Cocktail, Feuerwerkskörper, Steine, Flaschen und andere Wurfgeschosse auf die Polizeibeamten. Die Polizei räumte kurz nach Mitternacht (Ortszeit) unter Einsatz von Tränengas, Pfefferspray und Glaskugeln eine Fernverkehrsstraße, die die Demonstranten besetzt hatten. 100 Personen wurden festgenommen.

In Dallas, wo bei den Protesten gegen die Polizeigewalt am Donnerstag (Ortszeit) fünf Polizisten erschossen worden waren, ist das Verhältnis zwischen Bürgern und Ordnungshütern entspannt.

“Wir haben eine gute Arbeitsbeziehung zu unserer Bevölkerung. Sie ist nicht perfekt, aber wir versuchen zu verstehen, wem wir dienen. Und die Bürger hier, unterstützen uns und mögen uns”, erklärt Detective Ira Carter.

Die Polizei von Dallas gilt in den USA als Vorbild für die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung (community policing). Seit seiner Amtsübernahme hat Polizeipräsident David Brown Wert auf Deeskalationstechniken gelegt. Außerdem überarbeitete er die Befehle zum Schusswaffeneinsatz. Seither müssen sich Beamte alle zwei Monate einer Waffenschulung unterziehen, statt zuvor alle zwei Jahre. In seiner Amtszeit sind die Beschwerden gegen Polizeibeamte um 90 % gefallen.

Mehr zum Thema

The Washington Post: What the Dallas Police Department does right — and why doing those things could now be more difficult

The Atlantic: How the Dallas Police Department Reformed Itself

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