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Großbritannien: Leadsom wird nicht Premierministerin

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Großbritannien: Leadsom wird nicht Premierministerin

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Andrea Leadsom wird nicht Vorsitzende der britischen konservativen Partei und damit auch nicht neue Premierministerin. Sie hat ihre Kandidatur zurückgezogen. Das erklärte die Staatssekretärin für Energie und Klimawandel an diesem Montag. Leadsom sagte, sie habe nicht genügend Unterstützung, um eine “starke und stabile Regierung” anzuführen.

In einer Stellungnahme sprach sich Leadsom zudem für Innenministerin Theresa May aus. “Theresa May verfügt innerhalb der konservativen Partei über eine Unterstützung von mehr als 60 Prozent. Sie befindet sich in idealer Position, um den Brexit für das britische Volk in bestmöglicher Weise umzusetzen und hat versprochen, das bald zu tun”, so Leadsom.

Die Parteibasis der Tories entscheidet in einer Urwahl über die Nominierung. Die Parlamentsabgeordneten der konservativen Partei hatten zuvor in einer Vorwahl May und Leadsom als Kandidaten aufgestellt. May hatte 199 Stimmen erhalten, Leadsom 84.

Der amtierende Premierminister David Cameron hatte in Folge des Ergebnisses des EU-Referendums seinen Rücktritt erklärt. 52 Prozent der Briten hatten am 23. Juni für den Austritt aus der EU gestimmt, allerdings ist der formelle Austrittsprozess noch nicht in Gang gesetzt worden. Cameron hatte geäußert, diesen Schritt und die folgenden Verhandlungen mit der Europäischen Union seinem Nachfolger beziehungsweise seiner Nachfolgerin zu überlassen.

May – ursprünglich eine Befürworterin eines Verbleibs Großbritanniens in der EU – erklärte mittlerweile: “Wir werden den Brexit zu einem Erfolg machen. Es wird keine Versuche geben, in der EU zu bleiben. Es wird keine Versuche geben, durch die Hintertür zurückzukehren – und keine zweite Volksbefragung. Das Land hat dafür gestimmt, die Europäische Union zu verlassen und als Premierministerin werde ich sicherstellen, dass wir die EU verlassen.”

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