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Kämpfe um Aleppo: "Es handelt sich um einen absoluten Notfall"

Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben nach eigenen Angaben Fortschritte bei Operationen gegen Rebellengruppen in der Großstadt Aleppo und Umgebung…

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Kämpfe um Aleppo: "Es handelt sich um einen absoluten Notfall"

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Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben nach eigenen Angaben Fortschritte bei Operationen gegen Rebellengruppen in der Großstadt Aleppo und Umgebung gemacht. Das syrische Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen von Kampfhandlungen im Stadtteil Beni Zeyd. Medienberichten zufolge sind seit dem Wochenende neue heftige Kämpfe entbrannt. Dabei werde die syrische Armee durch Luftangriffe russischer Kampfjets unterstützt.

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"Ein Waffenstillstand muss her"

Die Rebellen in Aleppo bereiten sich unterdessen auf einen monatelangen Belagerungszustand vor. Die Vereinten Nationen plädierten für die Einrichtung eines Versorgungskorridors zum Transport von Lebensmitteln und Medikamenten. Geschätzt wird, dass sich mehrere hunderttausend Menschen in von Rebellen gehaltenen Stadtteilen von Aleppo aufhalten.

Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault erklärte bei einem Besuch im Libanon:

“Es handelt sich um einen absoluten Notfall. Ein Waffenstillstand muss her, damit der UN-Sondergesandte de Mistura seinen Job erledigen kann, was gegenwärtig nicht der Fall ist. Unsere Ziel ist klar: es kann keine militärische, sondern nur eine politische Lösung geben. Wir müssen unsere Zusammenarbeit mit allen Parteien ausbauen, die dazu beitragen können.”

In der nordwestsyrischen Provinz Idlib ist unterdessen eine Klinik bombardiert geworden. Aufnahmen einer Hilfsorganisation zeigen zerstörte Gebäude in der Stadt Ahsem. Drei Menschen, darunter ein Kind, sollen getötet worden sein. In der Klinik wurden laut der Hilfsorganisation überwiegend Flüchtlinge aus anderen Landesteilen behandelt.